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Forsa-Umfrage

Mehrheit wünscht sich Wind-Ausbau

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

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Der Windpark „Odervorland“ im Landkreis Oder-Spree in Ostbrandenburg.

Michael Hahn, 29.10.21
Ein Großteil der Bevölkerung spricht sich laut einer aktuellen Umfrage für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland aus. Sie wünscht sich zudem mehr Einsatz von der neuen Bundesregierung.

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland stößt weiterhin auf hohe Akzeptanz, das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) ergeben. Demnach finden 80 Prozent der Befragten den Ausbau sehr wichtig (48 Prozent) oder eher wichtig (32). Im letzten Jahr lag der Zuspruch bei 79 Prozent. Zwölf Prozent halten dagegen die weitere Installation von neuen Anlagen für nicht so wichtig und sechs Prozent für unwichtig. Eine Mehrheit wünscht sich zudem, dass sich die neue Bundesregierung deutlich stärker (37 Prozent) oder eher stärker (24 Prozent) für den weiteren Ausbau der Windenergie einsetzen soll.

Große Zustimmung erfährt die Technologie laut Umfrage auch dann, wenn die Befragten in der Nähe einer Anlage wohnen. 43 Prozent sind damit voll und ganz, 35 Prozent eher zufrieden. Zwölf Prozent gaben an, eher nicht zufrieden zu sein, acht Prozent sind es laut Umfrage überhaupt nicht. Der Großteil der Menschen, bei denen bislang keine Anlage in der Nähe des Wohnorts steht, hat darüber hinaus gar keine (30 Prozent) oder weniger große (44 Prozent) Bedenken, was den Bau von Windturbinen in ihrem Wohnumfeld angeht.

Die Umfrage kommt weiter zu dem Ergebnis, dass es eine sogenannte schweigende Mehrheit gibt, die sich öffentlich weder für noch gegen den Ausbau positionieren würde, diesem aber dennoch positiv gegenüber stehe. 84 Prozent davon würden den Ausbau für wichtig oder sehr wichtig erachten. „Das Antwortverhalten zeigt zudem: Die Mobilisierungsrate ist bei Windenergiekritikern wesentlich höher als bei Windenergiebefürwortern“, teilt die FA Wind mit. Der Widerstand sei „in den letzten Jahren politisch und medial überproportional aufgegriffen worden“, folgert daraus Michael Lindenthal, Vorstandsvorsitzender der Agentur.

Beim Thema Projektumsetzung wünscht sich die Mehrheit der Befragten, darüber frühzeitig angemessen informiert zu werden, dass die Kommunen Projekte mitgestalten können und davon finanziell profitieren. Für die Umfrage wurden insgesamt 1007 Erwachsene aus ganz Deutschland telefonisch befragt.

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