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Bilanz 2023

EU-Rekord beim Ausbau der Windenergie

Foto: Robin Utrecht/picture alliance

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Teil des Rekordzubaus: Die Niederlande errichteten 2023 mit dem 1,5-Gigawatt-Park Hollandse Kust Zuid einen der größten Offshore-Windparks der Welt.

Ina Matthes, 12.01.24
17 Gigawatt Windkraft wurden in Europa 2023 neu errichtet. Mit diesem Zuwachs erreicht die EU ihre Klimaziele zwar immer noch nicht, ab diesem Jahr ist aber eine kräftige Steigerung in Aussicht.

Die EU hat im vergangenen Jahr einen Rekord beim Zubau von Windenergie erreicht. Mit 17 Gigawatt (GW) wurde nach Daten des europäischen Branchenverbands Wind Europe so viel Leistung neu errichtet wie nie zuvor in einem Jahr. Das Gros neuer Erzeugung entstand mit 14 GW an Land, drei GW kamen auf See hinzu.  Deutschland liegt dabei an der Spitze, gefolgt von den Niederlanden und Schweden. Obwohl sich die EU im Vergleich zu 2022 insgesamt um ein GW steigern konnte, reicht das bisherige Ausbautempo allerdings nicht, um ihre Ziele für Klimaschutz und Energiesicherheit bis 2030 einzuhalten. Dafür müssten Wind Europe zufolge etwa 30 GW pro Jahr neu gebaut werden.  

Kräftiger Zuwachs der Windkraft ab 2024 erwartet

Die internationale Energieagentur (IEA) rechnet aber damit, dass der EU-Aktionsplan für Windenergie bereits ab diesem Jahr zu einer deutlichen Beschleunigung führt. Die IEA geht von jährlich 23 GW Zubau bis zum Jahr 2028 aus und erwartet auch eine Stärkung der Lieferketten in Europa. Die Energieagentur setzt dabei voraus, dass die Staaten die Maßnahmen des Plans national umsetzen, so wie es 26 Energieminister bei der Unterzeichnung der EU-Windcharta im Dezember 2023 zugesagt haben. Dazu zählen vereinfachte Genehmigungen, ein verbessertes Ausschreibungsdesign und staatliche Finanzhilfen für die Windindustrie sowie den Bau wichtiger Infrastruktur.

Die Windkraft lieferte nach Angaben von Wind Europe vergangenes Jahr mit 19 Prozent fast ein Fünftel des Stroms in der EU. Der Anteil der Wasserkraft an der Stromproduktion lag bei 13 Prozent, der Solarenergie bei acht und der Biomasse bei drei Prozent.

 

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