Bietet die Straße neue PV-Flächen?
Freiflächen-PV, Dach-Solaranlagen und Balkonkraftwerke haben sich bereits etabliert. Es gibt hierzulande aber noch ungenutzte Flächen, auf denen Solarstrom erzeugt werden könnte – ohne dass wertvoller Boden belegt oder neue Gebäude errichtet werden müssen. Solarpaneele über Tunnelportalen, an Lärmschutzwänden und auf Parkplätzen könnten Strom dort erzeugen, wo er gebraucht wird. Denn: Mit dem Strom lassen sich zum Beispiel Ladesäulen an Raststätten oder die Beleuchtung an Parkplätzen betreiben. Allein Photovoltaikanlagen an Lärmschutzwällen und -wänden hätten ein Potenzial von 3,7 bis 4,8 Gigawatt. Damit ließen sich mehr als eine Million Haushalte mit Strom versorgen. Eine Versuchsanlage am Flughafen München leistet hier Pionierarbeit.
Wie lässt sich mit dem E-Auto Geld verdienen?
Mit dem Akku eines E-Autos lässt sich unkompliziert Geld verdienen: Das Elektroauto soll künftig nicht nur Strom tanken, sondern auch ins Netz zurückspeisen. Damit wird die Batterie des E-Fahrzeugs zum temporären Stromspeicher. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) ist das sogenannte bidirektionale Laden mittlerweile bei rund 400.000 Fahrzeugen in mehr als 30 Modellen möglich. Neue Tarife machen das Bidi-Laden finanziell attraktiv. Doch Technik, Standards und Regulierung bremsen den Durchbruch in Deutschland – noch.
Stresst bidirektionales Laden die Autobatterie?
Beim bidirektionalen Laden fließt der Strom nicht nur in die Autobatterie, sondern zeitweise auch wieder zurück ins Netz. Das belastet den Akku doppelt. Forscher sind sich aber sicher: Weder die Leistung noch die Lebensdauer von Batterien in Elektro-Autos wird spürbar eingeschränkt, wenn sie auch als Speicher genutzt werden. Forscher der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen haben die Effekte auf die Lebensdauer der E-Autobatterien untersucht.
FAQ zum Thema E-Mobilität
Was ist bidirektionales Laden?
Beim bidirektionalen Laden kann Strom nicht nur in die Batterie eines Elektroautos geladen, sondern auch wieder aus der Batterie entnommen werden. Das Fahrzeug dient dadurch als mobiler Stromspeicher. Der gespeicherte Strom kann beispielsweise ins öffentliche Stromnetz zurückgespeist (Vehicle-to-Grid) oder zur Versorgung eines Hauses (Vehicle-to-Home) genutzt werden. Besonders sinnvoll ist das in Kombination mit einer Photovoltaikanlage: Überschüssiger Solarstrom wird tagsüber im Auto gespeichert und kann später, etwa am Abend, im Haushalt verbraucht werden. Voraussetzung dafür sind ein geeignetes Fahrzeug, eine kompatible Ladestation und eine eigene PV-Anlage.
Wie können Besitzer von Elektroautos durch bidirektionales Laden Geld verdienen?
Besitzer von Elektroautos können ihren gespeicherten Strom zu Zeiten hoher Strompreise ins Netz zurückspeisen (Vehicle-to-Grid) und dafür eine Vergütung erhalten. Gleichzeitig können sie ihr Fahrzeug bei niedrigen Strompreisen oder mit günstigem Solarstrom laden. So lassen sich Stromkosten reduzieren und unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Einnahmen erzielen. Wie viel Geld sich tatsächlich verdienen lässt, hängt unter anderem vom Stromtarif, den Kosten für die notwendige Technik, den Wirkungsgrad beim Laden und Entladen sowie der Häufigkeit der Nutzung ab.
Beeinträchtigt bidirektionales Laden die Lebensdauer der Autobatterie?
Häufiges Laden und Entladen kann eine Batterie grundsätzlich beanspruchen und ihre Alterung beeinflussen. Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass bidirektionales Laden bei einem geeigneten Batteriemanagement die Lebensdauer nicht zwangsläufig spürbar verkürzt. Moderne Batteriesysteme können beispielsweise den Ladezustand, die Temperatur und die Ladeleistung überwachen, um die Batterie zu schützen. Entscheidend sind unter anderem die verwendete Batterietechnologie, die Häufigkeit der Ladezyklen und die Höhe des Ladezustands.