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Solare Mobilität

Studenten entwickeln Plus-Energie-Auto

Ein Team von Studenten der Technischen Universität Eindhoven hat ein Solarauto entwickelt und will damit die World Solar Challenge für sonnenbetriebene Fahrzeuge in Australien bestreiten. Das Besondere an dem familienfreundlichen solaren Viersitzer? Im Laufe eines Jahres erzeugt das Auto mehr Strom als es verbraucht.
Von:  Isaac Bah
15.07.2015 | Aktualisierung: 16.07.2015 | 1 Min.

Bereits 2013 sorgte die studentische Entwicklungsmannschaft der Universität Eindhoven bei der World Solar Challenge in Australien für Aufsehen. Quasi aus dem Stand konnte das 20-köpfige Solar Team Eindhoven (STE) bei seiner ersten Teilnahme das Solarauto-Rennen von Darwin nach Adelaide mit dem Prototypen „Stella“ gewinnen. „Stella Lux“, das 2015er-Modell der Niederländer, ist eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers. Durch Anpassungen am Design und konsequente Verwendung von Leichtbau-Materialien wie Karbonfasern und Aluminium gelang es den Studenten, das Fahrzeuggewicht auf 375 Kilogramm zu reduzieren. 

Auf dem Dach und den Seiten des 4,53 Meter langen und 1,76 Meter breiten Autos erzeugen 381 Solarzellen in Kombination mit einem 15-kWh-Akku  nach Angaben der Entwickler für genügend Strom, um in den Niederlanden bei sonnigem Wetter bis zu 1000 Kilometer zurückzulegen. In der Nacht reiche die Akkuleistung für rund 650 Kilometer. Die Spitzengeschwindigkeit gibt STE mit beachtlichen 125 Stundenkilometern an.

Stromüberschuss fürs Netz

Über das Jahr gerechnet und bei moderater Fahrweise erzeuge „Stella Lux“ aufgrund der besonders energieeffizienten Bauweise zudem einen Stromüberschuss, der ins Netz eingespeist werden könne, heißt es auf der Website des niederländischen Solarstromer-Teams. Voraussetzung ist jedoch, dass das Auto überwiegend im Kurzstreckenbetrieb, beispielsweise im Stadtverkehr, eingesetzt wird.

Von der Markteinführung ist „Stella Lux“ noch ein gutes Stück entfernt. Zunächst möchte das Solar Team Eindhoven in Australien seinen Titel aus dem Jahr 2013 behaupten. „Wir werden wieder versuchen, den Titel zu gewinnen und zugleich beweisen, dass dieses energiepositive Familienfahrzeug ein realisierbares Zukunftsszenario darstellt“, so Teammanager Tom Selten.

 

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