Das zwölf Meter lange Luftschiff absolvierte im Sommer erste Testflüge auf dem Campus. Jetzt sollen Messungen auf der Zugspitze folgen, im kommenden Frühjahr eine Expedition nach Spitzbergen. Der elektrisch angetriebene Zeppelin trägt bis zu 15 Kilogramm Messtechnik, erreicht Höhen von 1500 Metern und übermittelt Daten nahezu in Echtzeit. Anders als Drohnen verwirbelt er keinen Staub, wodurch sich präzise dreidimensionale Modelle der Luftverschmutzung erstellen lassen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem sogenannten Arctic Haze, einer wiederkehrenden Anreicherung von Aerosolen in der arktischen Atmosphäre. „Wir möchten die Forschenden in Spitzbergen mit unserem Zeppelin und unserer Messtechnik unterstützen und im besten Fall aufklären, warum der Arctic Haze jedes Jahr aufs Neue entsteht. Mit diesen Erkenntnissen lassen sich dann Lösungen finden, um Schadstoffe in der Umwelt zu reduzieren“, sagt Thomas Adam, Professor für Umwelttechnik und Chemie. Die Ergebnisse könnten nicht nur helfen, regionale Umweltbelastungen zu verstehen, sondern auch wichtige Grundlagendaten für den globalen Klimaschutz liefern.
