Besucher berühmter Baudenkmäler sehen am Samstagabend um 20:30 Uhr im wahrsten Sinne schwarz. Laut WWF gehen am Berliner Brandenburger Tor ebenso die Lichter aus wie am Kölner Dom, der Dresdner Frauenkirche oder dem Schloss Belvedere in Weimar. Auch in anderen Ländern werden bekannte Orientierungsmarken wie die Christus-Statue in Rio de Janeiro, die Pyramiden von Gizeh in Ägypten oder das Opernhaus von Sydney eine Stunde lang im Dunkeln liegen.
„Was als kleines Event vor sieben Jahren begann, ist mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung geworden. Millionen Menschen zeigen zur Earth Hour, dass sie mehr für den Klimaschutz tun wollen, um einen lebendigen Planeten zu bewahren und unsere eigenen Lebensgrundlagen zu schützen“, sagt Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsleitung des WWF Deutschland.
Seit dem ersten „Lights-Off-Event“, das 2007 in Sidney stattfand, hat sich die „Earth Hour“ zu einem globalen Phänomen entwickelt, das sich aber nicht nur in den großen Metropolen der Welt etabliert hat. So soll auch in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt für eine Stunde die Beleuchtung von Dom und Rathaus abgeschaltet werden, in Jena bleiben das Johannistor und der Stadtspeicher dunkel.
Auf seiner Website zeigt der WWF mit einer interaktiven Karte, welche Orte in Deutschland sich für das Event angemeldet haben. So will beispielsweise die Gemeinde Traunstein in Bayern am Bahnhofsvorplatz und von der Bahnhofstraße bis zur Ecke Herzog-Friedrich-Straße die Lichter ausknipsen. Im nordrhein-westfälischen Dülmen sollen die Vikorkirche, die Christuskirche, der Bendixturm, die Fassadenbeleuchtung vom Rathaus und das Modehaus Ahlers verdunkelt werden.
Der WWF weist explizit darauf hin, dass wirklich jeder seinen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten kann. „Politik und Wirtschaft spielen eine wichtige Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel, aber auf sie allein sollten wir uns nicht verlassen. Jeder ist gefragt und kann mithelfen, Klima und Umwelt zu schützen – das ist die Botschaft der Earth Hour“, so Marco Vollmar.

