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Belgische Atomkraftwerke

Tausende Risse in Reaktorbehältern

Die Lage an zwei belgischen Atomreaktoren ist offenbar ernster als gedacht. Experten warnen: Tausende neu entdeckte Risse könnten auf ein weltweites Sicherheitsproblem hindeuten.
Von:  Katja Dombrowski/Tim Altegör
23.02.2015 | Aktualisierung: 06.03.2015 |

Die Schäden an den Druckbehältern der belgischen Atomreaktoren Doel 3 und Tihange 2 sind weitaus größer als bisher bekannt. Mängel an den stählernen Druckbehältern, die hoch radioaktive Brennelemente beinhalten, waren erstmals 2012 aufgefallen. Bei neueren Untersuchungen wurden nun tausende zusätzliche Risse festgestellt, wie die belgische Atomaufsicht mitteilte.

Experten wiesen darauf hin, dass die insgesamt mehr als 16000 Risse ein bisher unbekanntes Phänomen der Materialermüdung darstellen könnten. Das hätte Konsequenzen für Reaktoren weltweit, wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace betonte. Auch die staatliche Atomaufsicht Belgiens warnte, es könne sich um ein internationales Problem handeln. Greenpeace fordert daher, sämtliche Reaktoren weltweit zu überprüfen. Die betroffenen Reaktoren in Belgien sind derzeit nicht in Betrieb. „Es ist dringend notwendig, die Risse im Metall ernster zu nehmen als bisher und weltweit umfangreiche Untersuchungen durchzuführen“, sagte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital.

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