Klimaanpassung

Kommunen fehlen Ressourcen für den Klimaschutz

Eine Kommunalumfrage zeigt: Besonders die größeren Städte treiben eigene Klimaschutzmaßnahmen voran. Konkrete Klimaanpassungskonzepte, die auf extreme Wetterereignisse vorbereiten, haben allerdings nur 20 Prozent der deutschen Kommunen entwickelt.
Von:  Frank Lassak
31.10.2025 | 1 Min.
Erschienen in: Ausgabe 07/2025

Viele deutsche Städte und Gemeinden treiben die lokale Energiewende und den Klimaschutz mit konkreten Maßnahmen voran. Das belegt die Kommunalumfrage 2024 des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu). Demnach haben drei Viertel der befragten Kommunen inzwischen ein Klimaschutzkonzept. Besonders ambitioniert zeigen sich Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, von denen viele das Ziel verfolgen, bereits vor 2045 klimaneutral zu sein.

Während die Nutzung erneuerbarer Energien auf kommunalen Liegenschaften weit verbreitet ist, fehlt es oft an verbindlichen Ausbau- oder Einsparzielen. Auch die systematische Erfassung von Treibhausgasemissionen nimmt zu, wobei größere Kommunen beim Monitoring führend sind.

Fehlendes Geld und Fachkräftemangel hemmen Umsetzung

Bei der Klimaanpassung gibt es allerdings Nachholbedarf: 92 Prozent der Kommunen berichten zwar von direkten Auswirkungen extremer Wetterereignisse. Bislang haben aber nur 20 Prozent ein Klimaanpassungskonzept erarbeitet. Vor allem beim Personal und bei der ressortübergreifenden Koordination gibt es Lücken. Förderprogramme unterstützen zwar gezielte Maßnahmen von Baumbepflanzung über Hochwasserschutz bis hin zur Hitzeschutzplanung. Knappe Kassen und der Fachkräftemangel hemmen aber in vielen Fällen die Umsetzung.

So sind Klimaschutz und -anpassung auf kommunaler Ebene keine Randthemen mehr, leiden aber unter akuter Finanznot und gelten in vielen Gemeinden noch immer als freiwillige Aufgaben. Das Difu mahnt deshalb gezielte Unterstützung seitens der Länder und des Bundes an, damit Klimaschutz in den Kommunen nicht am Ressourcenmangel scheitert.

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