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Netzausbau

Erdkabel bekommen Vorrang

Wie erwartet hat die Bundesregierung einen Kurswechsel bei der Netzplanung auf den Weg gebracht: Künftig sollen bei Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) vorrangig Erdkabel statt Strommasten verwendet werden.
26.10.2015 | Aktualisierung: 29.10.2015 |

Betroffen sind davon vor allem die geplanten Nord-Süd-Trassen. In Anwohnernähe sollen Freileitungen nur noch in Ausnahmefällen möglich sein, etwa aus Naturschutzgründen.

Der Entschluss geht in erster Linie auf Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zurück, der sich mit Verweis auf lokale Widerstände gegen neue Stromtrassen durch sein Bundesland einsetzte. Anfang Juli einigten sich die Koalitionsspitzen dann auf den Erdkabel-Kompromiss. Allerdings stellt auch die Verlegung im Boden einen umfassenden landschaftlichen Eingriff dar.

So befürchtet etwa der Deutsche Bauernverband wirtschaftliche Einbußen für Landwirte durch die Baumaßnahmen und die anschließende Wärmeabstrahlung. Zudem sind die Kosten umstritten: Die Übertragungsnetzbetreiber gehen von Zusatzausgaben in Milliardenhöhe aus. Der technisch bislang kaum erprobte Einsatz von Erdkabeln für Wechselstrom-Leitungen soll derweil in mehreren Pilotprojekten zunächst getestet werden.

 

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