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CO2-Emissionen

China verbraucht deutlich mehr Kohle als angenommen

Neue Zahlen zeigen: Die chinesische Regierung hat den Kohleverbrauch des Landes über Jahre hinweg zu niedrig angegeben. Für die anstehende Pariser Klimakonferenz ist das keine gute Nachricht.
Von:  Michael Hahn
06.11.2015 | Aktualisierung: 06.11.2015 |

Wie die New York Times berichtet, verbraucht China seit dem Jahr 2000 mehr Kohle als von der Regierung gemeldet wurde – und zwar bis zu 17 Prozent pro Jahr. Dies gehe aus den Daten in einem kürzlich veröffentlichten Jahrbuch zur Energiestatistik der chinesischen Statistik-Behörde hervor. Alleine 2012 finden sich 600 Millionen zusätzliche Tonnen in der Bilanz. Demnach habe das Land pro Jahr fast eine Milliarde Tonne mehr CO2 ausgestoßen als bisher angenommen, so die US-amerikanische Tageszeitung.

Damit verkomplizieren sich auch die Klimagespräche in Paris: China hatte für die Verhandlungen das Ziel ausgegeben, seine CO2-Emissionen ab dem Jahr 2030 nicht mehr zu steigern. Durch die neu veröffentlichten Daten erhöht sich jedoch der Sockel.

Die Internationale Energieagentur IEA schätzt den Kohlendioxidausstoß Chinas für die Jahre 2011 bis 2013 dadurch um vier bis sechs Prozent höher ein, als bisher angenommen, wie die New York Times berichtet. Das Zentrum für internationale Umwelt- und Klimaforschung in Oslo gehe gar von elf Prozent aus. Bisher gebe es keine Stellungnahme von offizieller Stelle zu den neuen Zahlen – insgesamt keine guten Vorzeichen für den Pariser Klimagipfel aus China.

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