Hoffnungsschimmer in der CO2-Bilanz
2019 sind die weltweiten CO2-Emissionen im Energiesektor nicht weiter angestiegen, Hoffnungen werden laut, der Scheitelpunkt sei erreicht. Doch Experten täuschten sich damit schon einmal.
2019 sind die weltweiten CO2-Emissionen im Energiesektor nicht weiter angestiegen, Hoffnungen werden laut, der Scheitelpunkt sei erreicht. Doch Experten täuschten sich damit schon einmal.
Im zweiten Jahr in Folge sind die CO2-Emissionen in Deutschland deutlich gesunken. Ohne politisches Handeln könnte dieser Trend jedoch schnell wieder vorüber sein.
Heute startet der diesjährige Klimagipfel in Madrid. Im Vorfeld wird klar: Die Kehrtwende bei den Treibhausgas-Emissionen ist immer noch nicht in Sicht. So mancher Klimaforscher ist mittlerweile desillusioniert.
Weniger CO2 durch mehr Kernkraft? Ein Beispiel aus Frankreich zeigt, warum diese Rechnung nicht aufgeht: Die Kosten sind enorm und der Bau dauert viel zu lang. Ein Experte prophezeit, die Technologie werde aussterben.
In seinem Sonderbericht zu Meeren und Eisgebieten macht der Weltklimarat nochmals deutlich, wie gravierend die Folgen der Erderwärmung bereits sind. Doch ohne Kurswechsel kommt es noch viel schlimmer.
Ein neuer IPCC-Sonderbericht zeigt den großen Einfluss von Landnutzung auf den Klimawandel. Um das Klima zu schützen und gleichzeitig eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, mahnen die Forscher einen schonenderen Umgang mit natürlichen Ressourcen an.
...sagt der Architekturprofessor Günter Pfeifer. Er möchte einen Paradigmenwechsel beim Bauen, um besseren Klima- und Ressourcenschutz zu erreichen – angesichts des aktuellen Baubooms eine radikale Forderung. Im Entwurf für das geplante Gebäudeenergiegesetz sieht er das nicht enthalten.
Der Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien in Wohngebäuden muss den Geldbeutel von Verbrauchern nicht zusätzlich belasten, das zeigt eine neue Studie. Es braucht dafür allerdings effiziente Gebäude. Die Bundesregierung kommt bei der nötigen Gesetzgebung jedoch nicht vorwärts.