ENERGIEDIALOG 2026 - Der energiepolitische Jahresauftakt am 20.01.2026
Sachverständige für WEA

Von Inbetriebnahme bis Rückbau: Wiederkehrende Prüfungen als Grundlage für sicheren Anlagenbetrieb

Wie sicher sind Windenergieanlagen? Die Arbeit von Gutachtern und Sachverständigen soll den reibungslosen und wirtschaftlichen Betrieb von Windparks über den gesamten Lebenszyklus hinweg ermöglichen.
Von:  Redaktion neue energie
18.12.2025 | 2 Min.
Erschienen in: Ausgabe 12/2025
Genau begutachtet: Wartung einer Windenergieanlage.
Genau begutachtet: Wartung einer Windenergieanlage.
Foto: DEKRA

Sachverständige begleiten Betreiber von Windenergieanlagen über deren gesamten Lebenszyklus. Zentral sind dabei Pflichtprüfungen. Bevor ein Windrad ans Netz geht, sind Bau- und Abnahmeprüfungen zur Inbetriebnahme vorgeschrieben. Mit der wiederkehrenden Prüfung sichern Betreiber die Sicherheit und Betriebsfähigkeit der Anlagen. Mit Prüfungen zum End of Warranty läuft die Gewährleistung des Anlagenherstellers aus. Zustandsorientierte Prüfungen haben das Ziel, Wartungs- und Reparaturentscheidungen treffen zu können sowie Schäden früher zu erkennen. Sie sind häufig Voraussetzung für Versicherungsschutz oder einen Betreiberwechsel.

Endet die geplante Laufzeit einer Anlage, unterstützen Sachverständige bei genehmigungsrechtlichen und ingenieurtechnischen Aufgaben. „Dabei wird auf neue digitale Technologien gesetzt“, sagt Falk Rosenlöcher vom technischen Produktmanagement Windenergieanlagen bei der Prüforganisation Dekra. Um die Entscheidung über Weiterbetrieb, Modernisierung oder Rückbau zu treffen, gewinnen Experten anhand der Überwachungs- und Steuerungsdaten zeitnah Aussagen zum Zustand der Anlage. „Dabei können Vergleichsdaten anderer Windkraftanlagen herangezogen werden, um Betriebsdauer, Produktivität, Verschleiß beispielsweise am Getriebe zu analysieren“, sagt Dekra-Experte Rosenlöcher. Die Anlage werde auch vor Ort inspiziert, mit Fokus auf Rotorblätter, Turm, Fundament, Blitzschutz und Verbindungen. „Das abschließende Gutachten zeigt dann, wie ein Weiterbetrieb darstellbar ist.“

Alle Windräder benötigen wiederkehrend Prüfungen der Befahranlagen und Druckbehälter durch eine zugelassene Überwachungsstelle. Sachverständige führen zudem Pflichtinspektionen an Kranen und Elektrik durch. Die Standsicherheit der Windenergieanlage Turm und Gründung werden regelmäßig nach der entsprechenden Richtlinie (DIBt 2012) geprüft. Bei Schadensfällen erfolgen Materialprüfung und Schadensanalytik in akkreditierten Werkstofflaboren.

Spezialisierte Sachverständige für sichere SektorenkopplungDie Nutzung von Strom in anderen Energie-Sektoren wie Wärme und Verkehr, z.B. durch E-Autos und Wärmepumpen. 

Ein neues Thema ist die SektorenkopplungDie Nutzung von Strom in anderen Energie-Sektoren wie Wärme und Verkehr, z.B. durch E-Autos und Wärmepumpen., also der Betrieb von Verbundanlagen mit Solaranlagen oder Wasserstoff. Dafür sind spezialisierte Sachverständige gefragt, die über das Know-how zu Gefahrgutumschließungen und Wasserstofffüllanlagen verfügen. Auch Elektrolyseure und Druckanlagen werden vor Inbetriebnahme und wiederkehrend unter Berücksichtigung der aktualisierten Norm ISO 22734-1 geprüft.

 

Relevante Termine

Kommentar verfassen

Hinweis: Kommentare werden vor der Freischaltung zunächst gesichtet. Dies kann unter Umständen etwas Zeit in Anspruch nehmen.

*Pflichtfelder

Die E-Mailadresse wird nicht gespeichert, sondern gelöscht, sobald Sie eine Bestätigungsmail für Ihren Kommentar erhalten haben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung


Captcha Image
=
Genau begutachtet: Wartung einer Windenergieanlage.
Foto: DEKRA
Termine
16.01.2026 bis 25.01.2026
Messe Berlin GmbH

19.01.2026
Webinar | Solarenergie - Standortsicherung