Video-Interview

„Das Engpassmanagement ist im ständigen Wandel“

Kritische Situationen im Stromnetz, die schnelle Maßnahmen des Engpassmanagements erfordern, nehmen zu. Ein Beispiel ist das steigende Volumen des gleichzeitigen Redispatch. Nidal Meyer von 50Hertz Transmission erklärt, wie Übertragungsnetzbetreiber damit umgehen und welche Rolle Speicher dabei spielen können.
09.04.2026 | 1 Min. | 1
Nidal Meyer, Leiter Topic Cluster Engpassmanagement Systemführung bei der 50Hertz Transmission GmbH.
Nidal Meyer, Leiter Topic Cluster Engpassmanagement Systemführung bei der 50Hertz Transmission GmbH.
Foto: 50Hertz

Speichersysteme (Battery Energy Storage System, BESS) können eine große Chance für die Energiewende sein – und sie boomen: Die Zahl der Netzanschlussanfragen von Speicherprojekten in Deutschland steigt immer weiter. Laut Bundesnetzagentur wurden 2024 insgesamt 9.710 Anschlussanfragen bei den Netzbetreibern für Batteriespeicher ab der Mittelspannungsebene gestellt.

Nidal Meyer, Leiter Topic Cluster Engpassmanagement Systemführung beim Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz Transmission GmbH, erklärt im Video-Interview, wie sich das Engpassmanagement in den vergangenen Jahren verändert hat und welche Chancen und Risiken Speicher im Netz mit sich bringen.

Kommentare (1)

Schade, dass hier sehr unausgewogen Gesprochen wird. Viel interessanter wäre konkret welche Unternehmen verhalten sich seit langer Zeit netzschädlich - bei 50 Hertz würde da wohl BAYER genannt werden können. Bei TenneT die Wacker Burghausen mit ihren 4 TWh Strombedarf. Es wird am billigsten eingekauft und zudem keine Netzentgelte bezahlt. Die Redispatch-Umsätze kommen dann den Energiekonzernen zu gute damit Gas-Kraftwerke wie IRRsching im Süden laufen. Zahlen tut es der kleine Gewerbebetrieb und natürlich alle Haushalte.
Dabei wäre eine "Strompreiszone nach Volumen" eine so einfache Lösung. Die jedoch die Verantwortlichen nicht haben wollen, denn sie (auch der staatliche Finanzhaushalt) profitieren ja davon.
Nun zu den Batteriespeichern - 0,5 - 50 MW. Sie werden nach den Daten des Marktstammdatenregisters massiv blockiert, mit der gleichen Argumentation der Situation wie sie bei BAYER und WACKER seit langen Sachstand ist. Jetzt, ganz plötzlich sieht man ein großes Problem. Niemand der ÜNBs und VNBs ist transparent und legt dar, das damit die grenzüberschreitenden Arbitrage-Umsätze der Konzernmütter geschmälert werden. Um diese Situation auch langfristig zu blockieren werden für Kapitalgesellschaften nun GW-Speicher ans Übertragungsnetz gesetzt. Somit bleiben die Handelsumsätze konzerntirert und all die Wind und Solarparks, oft in bürgerlicher Hand, bleiben damit ausgegrenzt = Sandwich-Position . Sie nehmen nicht am Handel teil sondern sollen weiterhin zu marginale Preisen einspeisen, um VKUs eine möglichst große Marge weiterhin beim Verkauf an die Kunden zu sichern. Die nationale Regulierung der BNetzA ist überwiegend ausgehebelt.

01.05.2026 - 12:24 | Wolfgang Wegmann

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