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Wärmewende

Patentierte Hybridbox kombiniert Wärmepumpen mit Bestandsheizungen

Warum Energie sinnlos durch den Schornstein jagen? Peter Brecklinghaus hatte eine bessere Idee und kombiniert mit seiner Hybridbox Wärmelösungen im Bestand geschickt mit neuen Wärmepumpen.
Von:  Marc-Stephan Andres
25.11.2025 | 2 Min.
Erschienen in: Ausgabe 11/2025
Der Tüftler: Peter Brecklinghaus im Showroom seiner Firma.
Der Tüftler: Peter Brecklinghaus im Showroom seiner Firma.
Foto: HHS

Mit Anlagen, die heizen, kennt Peter Brecklinghaus sich aus. Schließlich hat er einst eine Lehre als Anlagenmechaniker in der SHK-Branche (Sanitär, Heizung, Klima) absolviert. Eine weitere Ausbildung als Elektriker sattelte er obendrauf, machte seinen Meister und den Betriebswirt im Handwerk. „Ich habe früh gesehen, wie viel Energie wir sinnlos durch den Schornstein jagen“, sagt Brecklinghaus, der sich in den 1990er Jahren mit einem SHK-Betrieb im rheinland-pfälzischen Betzdorf selbstständig machte. Statt nur Heizkessel auszutauschen, suchte er nach Stellschrauben im System: Hydraulik, Regelung, Strombezug. Und wurde fündig.

Damals Nischenthema: die Wärmepumpe

Sein erstes Patent reichte Brecklinghaus 2006 ein. Es zeigt, wie sich Solarwärme ohne verlustanfällige Pufferspeicher direkt in Heizkörper einschichten lässt. Anschließend beschäftigte er sich mit einem Nischenthema: Wärmepumpen. Er rechnete ihre Einsatzgrenzen durch und fand heraus, dass eine Wärmepumpe allein viele Bestandsgebäude nicht tragen kann. „Um Betriebssicherheit, bezahlbare Wärme und weniger Abhängigkeit zu kombinieren, brauchen wir ein klug gekoppeltes System“, sagt Brecklinghaus. Aus der Tüftelei wurde ein Produkt. Der Handwerksmeister konstruierte eine kompakte Hybridbox, die eine Wärmepumpe mit jeder bestehenden Öl- oder Gasheizung verbinden kann. Das System verringert den Stromverbrauch, reduziert Verluste bei der Warmwasserbereitung und erhält die bestehende Anlage als Reserve für sehr kalte Tage. „So sparen wir mindestens 80 Prozent der fossilen Brennstoffe und bis zur Hälfte der Energiekosten“, sagt der SHK-Experte. In Einfamilienhäusern amortisiere sich die Hybridbox nach rund zehn Jahren, bei größeren Objekten gehe es deutlich schneller.

Mehr als 150 patentierte Anlagen installiert

Heute sind Wärmepumpen kein Nischenthema mehr, die Nachfrage nach der Hybridbox wächst. Mit seiner Firma HHS entwickelt und liefert Brecklinghaus die Systeme und schult Partnerbetriebe, die bisher mehr als 150 der patentierten Anlagen deutschlandweit eingebaut haben, vom Einfamilienhaus bis zum Schulcampus. „Wir brauchen Lösungen, die technisch sauber und wirtschaftlich sind“, sagt Brecklinghaus. „Dann wird Klimaschutz bezahlbarer Alltag.“

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