Aus für neue Öl- und Gasheizungen ab 2024 kommt
Das Bundeskabinett hat die geplante Novelle des Gebäudeenergiegesetzes beschlossen – und erntet nicht nur Zustimmung. Umweltverbände warnen vor einer technologischen „Scheinlösung“.
Das Bundeskabinett hat die geplante Novelle des Gebäudeenergiegesetzes beschlossen – und erntet nicht nur Zustimmung. Umweltverbände warnen vor einer technologischen „Scheinlösung“.
Im Wärmesektor habe die neue Regierung viel auf den Weg gebracht, sagt Veit Bürger vom Öko-Institut. Ob es am Ende die Wärmewende wirklich voranbringt, entscheide sich aber erst mit der konkreten Ausgestaltung.
Die Bundesregierung hat sich nach dem Aus der Förderung für Effizienzhäuser und energetische Sanierungen auf das weitere Vorgehen geeinigt. Alle rechtzeitig gestellten Anträge sollen wie bisher gefördert werden.
... sagt Stefan Bauer, Spezialist für regenerative Energietechnik und Mitglied bei „Architects for Future“. Der Verein wirbt für eine nachhaltige Baukultur, die nicht nur auf Energieeffizienz setzt, sondern auch schonend mit Ressourcen wie Land oder Baumaterial umgeht.
Bis 2050 soll Europa CO2-frei sein. Die EU-Kommission hat nun weitere Vorschläge gemacht, wie das gelingen kann. Im Fokus stehen die Gebäudesanierung und der Gasmarkt.
Das Bundeskabinett hatte sich darauf geeinigt, dass Mieter und Vermieter den CO2-Preis beim Heizen je zur Hälfte tragen. Doch nun blockiert die Bundestagsfraktion von CDU und CSU.
Eine Kommission empfiehlt ambitionierte ökologische Standards für die „Wohnraumoffensive“ des Bundes. Bei den Kosten falle das kaum ins Gewicht, profitieren würden Klimaschutz und Lebensqualität.
Neue Regeln für mehr Energieeffizienz bei Gebäuden sind vorerst vom Tisch, ein entsprechendes Gesetz schaffte es nicht durch den Koalitionsausschuss. Kritik am Scheitern kommt neben Umweltverbänden auch aus der Industrie.