Ocean Winds hat die letzte Turbine des schwimmenden Offshore-Windparks Éoliennes Flottantes du Golfe du Lyon installiert. Das 30-Megawatt-Projekt vor der Küste Okzitaniens ist ein Meilenstein für Frankreichs Offshore-Windkraft – und ein Vorbote deutlich größerer Anlagen auf hoher See.
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Golf von Lyon: Windturbinen auf schwimmenden Fundamenten.
Foto: Ocean Winds
Ocean Winds, ein Joint Venture von EDP Renewables und Engie, hat die Installation der letzten Turbine des Projekts Éoliennes Flottantes du Golfe du Lyon (EFGL) abgeschlossen. Der erste schwimmende Offshore-Windpark in der französischen Region Okzitanien wurde gemeinsam mit der Banque des Territoires entwickelt. Die 10 Zehn-MW-Turbinen sind auf halbtauchfähigen, schwimmenden Fundamenten montiert und erschließen damit bisher unzugängliche Gebiete mit starken Winden in tieferen Gewässern.
Nach der Montage in Port-La Nouvelle wurden die Turbinen 16 Kilometer vor die Küste geschleppt und stehen bereit für die letzte Phase der Kabel- und Netzanschlussarbeiten, die vom französischen Übertragungsnetzbetreiber RTE durchgeführt werden. Nach der Inbetriebnahme sollen sie jährlich etwa 50.000 Einwohner mit sauberer Energie versorgen. Laut Ocean Winds ist EFGL ein naturverträglicher schwimmender Windpark: Zur Förderung der marinen Biodiversität wurden künstliche Lebensräume auf See installiert, sogenannte Biohuts. Projektleiter Jérémy de Barbarin nennt EFGL ein „gemeinsames Ergebnis lokaler Partner, maritimer Fachleute und internationaler Innovatoren“. Das Projekt gilt als Wegbereiter für größere Vorhaben wie den 250-MW-Windpark Éoliennes Flottantes d’Occitanie, dessen Entwicklung Ende 2024 an Ocean Winds und die Banque des Territoires vergeben wurde.
Deutsch-dänische KooperationBornholm Energy Island: Ein Stromdrehkreuz mitten in der OstseeBornholm wird zur ersten Energieinsel Europas: Das deutsch-dänische Gemeinschaftsprojekt möchte Strom aus Offshore-Windparks zunächst bündeln und dann weiterleiten, statt jeden Windpark landseitig anzuschließen. Mitte der 2030er Jahre soll das Projekt in Betrieb gehen.