Ein internationales Forschungsteam prognostiziert deutliche Fortschritte für die Photovoltaik: Bis 2050 könnten Solarmodule Wirkungsgrade von mehr als 35 Prozent erreichen, während die Preise voraussichtlich um die Hälfte sinken. Die in Nature Energy veröffentlichte Studie „Historical and future learning for the new era of multi-terawatt photovoltaics” (Historische und zukünftige Erkenntnisse für die neue Ära der Multi-Terawatt-Photovoltaik) zeigt, dass die Energieausbeute pro Fläche deutlich steigen kann.
Photovoltaik
PV vor dem Effizienzsprung: Über 35 Prozent Wirkungsgrad bis 2050 möglich
Eine internationale Studie prognostiziert einen Technologiesprung für Solarmodule. Laut Forschenden könnten Wirkungsgrade von über 35 Prozent erreicht und die Kosten halbiert werden. Solarstrom würde damit deutlich wirtschaftlicher und nachhaltiger.
Von: Nadine Fischer
24.02.2026 | 1 Min. | 1
Erschienen in: Ausgabe 02/2026
Zukünftig weniger: Effizientere Solarmodule können den Flächenbedarf zukünftig reduzieren.
Foto: AdobeStock
Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet, dass weniger Material und Land benötigt werden."
Andreas Bett, Direktor Fraunhofer ISE
Vor allem Tandem-Module auf Basis von Silizium und Perowskit könnten nicht nur effizienter, sondern auch langlebiger, zuverlässiger und ressourcenschonender werden. „Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet, dass weniger Material und Land für Photovoltaikanlagen benötigt werden, was die Nachhaltigkeit verbessert und die Gesamtsystemkosten senkt“, sagt Andreas Bett, Direktor am Fraunhofer ISE. Zudem könnten die Module mehr als 40 Jahre halten, wodurch Solarstrom langfristig zuverlässiger und wirtschaftlicher würde.Kommentare (1)
Leider ist die Studie in Nature Energy hinter einer paywall. Interessiert hätte, ob die Preishalbierung je kW oder je m2 Modulfläche (bei zusätzlich verbesserter Leistung) erwartet wird, oder ggf. eine Kosten-Halbierung, bei der auch die Lebensdauer mithilft.
Nachdem die Autoren eine erwartete Mengenausweitung von derzeit 2 TW auf mögliche 75 TW im Jahr 2050 zitieren, wäre eine ambitionerte Interpretation denkbar.
28.04.2026 - 19:56 | Joachim Falkenhagen