Gigantisch beflügelt
Wenn die Windbranche mehr Strom ernten will, muss sie Turbinen mit längeren Rotorblättern einsetzen. Das rechnet sich aber nur, wenn die Blätter flexibler und leichter konzipiert werden. Entwickler stehen vor komplexen Aufgaben.
Wenn die Windbranche mehr Strom ernten will, muss sie Turbinen mit längeren Rotorblättern einsetzen. Das rechnet sich aber nur, wenn die Blätter flexibler und leichter konzipiert werden. Entwickler stehen vor komplexen Aufgaben.
Der Rückbau der 19 kommerziell genutzten Kernkraftwerksblöcke in Deutschland kostet viel Zeit und Geld. Ein neuartiges Verfahren soll die Entsorgung des verstrahlten Materials erleichtern und gleichzeitig das Speicherproblem für überschüssigen Wind- und Solarstrom lösen.
Im schleswig-holsteinischen Breklum ist ein virtuelles Erneuerbare-Energien-Kraftwerk ans Netz gegangen. Energie aus Sonne, Wind, Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung und Energiespeichern soll sinnvoll verknüpft werden und planbare Strommengen liefern.
Um mit konventionellen Energiequellen konkurrieren zu können, muss die Windenergie günstiger werden. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (Iwes) und des Instituts für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (Fitt) wollen deshalb im gemeinsamen Projekt „Leichtbau-Windturbine mit direkt integriertem Nabengenerator“ ein neues Designkonzept für eine getriebelose Windturbine entwickeln.
Es ist eine traurige Top-Liste: Kanadische Forscher haben ermittelt, dass sieben Nationen 63 Prozent der Klimaerwärmung verursacht haben, die durch Emissionen und Abholzungen zwischen 1906 und 2005 entstanden ist. Unangefochtener Spitzenreiter sind die USA, auch Deutschland ist dabei.
Um Kosten zu senken, müssen Windturbinen effizienter gebaut und gewartet werden. Viele verschiedene Methoden zur Kennzeichnung der Turbinen und ihrer Komponenten erschweren bisher Rationalisierungsfortschritte. Ein neues, einheitliches System könnte die Abläufe in der Wertschöpfungskette verbessern.
Vattenfall hat die massive Befreiung seiner Braunkohletagebaue von der EEG-Umlage verteidigt: Nur so könne die Braunkohle wettbewerbsfähig sein. Die Produktion von Braunkohle-Strom erreicht unterdessen einen neuen Rekordwert, wodurch der CO2-Ausstoß erneut steigt. Ein großer Teil der Energie wird dabei gar nicht hierzulande verbraucht.
Flugdrachen, die Energie gewinnen, Frachtsegler, die emissionsarm um die Welt schippern – Wind lässt sich auf vielfältige Weise nutzen. Bis zur Kommerzialisierung der neuartigen Technologien ist es aber noch ein weiter Weg.