Flüssiggas als Klimarisiko
Die Bundesregierung setzt im großen Maßstab auf den Import von LNG, um die gestoppten Erdgaslieferungen aus Russland zu kompensieren. Damit gehen allerdings deutlich höhere Treibhausgasemissionen einher, warnt eine Studie.
Die Bundesregierung setzt im großen Maßstab auf den Import von LNG, um die gestoppten Erdgaslieferungen aus Russland zu kompensieren. Damit gehen allerdings deutlich höhere Treibhausgasemissionen einher, warnt eine Studie.
Wolf-Peter Schill vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sieht die Ampel-Koalition klimapolitisch auf einem guten Weg. Er setzt darauf, dass die aktuelle Energiepreiskrise den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf Erneuerbare beschleunigt.
Bei einem Experiment zur Kernfusion ist es US-Forschern erstmals gelungen, mehr Energie zu erzeugen, als zuvor in das System hineingesteckt wurde. Fachleute auf der ganzen Welt sehen darin einen Meilenstein auf dem – weiterhin noch langen – Weg, die Fusion als klimafreundliche Energiequelle zu erschließen.
Das New Climate Institute warnt vor dem geplanten Bau von elf Flüssiggas-Stationen an Deutschlands Küsten. Sie würden die Steuerzahler unnötig viel Geld kosten und die Klimaziele gefährden. Der Chef der Netzagentur verteidigt die Pläne.
Hartmut Stahl befasst sich am Öko-Institut mit den Umweltauswirkungen von Sportevents wie WM oder Olympia. Die Kompensation von CO2-Emissionen durch gekaufte Zertifikate sieht er kritisch, stattdessen solle lieber sinnvoll in den Klimaschutz im Ausrichterland investiert werden.
Die Fußball-WM in Katar soll klimaneutral sein, behaupten die Ausrichter, doch das ist mit Blick auf die CO2-Bilanz mindestens fragwürdig. Auch über das umstrittene Turnier hinaus sind die Mechanismen des modernen Profifußballs mit echtem Klimaschutz nur schwer zu vereinbaren.
Die 27. UN-Klimakonferenz im ägyptischen Sharm el-Sheikh gilt weithin als Fehlschlag, weil es nicht gelungen ist, wirksame Beschlüsse zur Senkung der Emissionen zu fassen. Dabei gab es durchaus Fortschritte, die große Veränderungen nach sich ziehen könnten.
Im Vorfeld der internationalen Klimakonferenz in Ägypten untermauert eine Studie, wie groß der Handlungsbedarf weiterhin ist. Aktuell steuert die Welt demnach auf eine Erhitzung um 2,8 Grad zu. Um das 1,5-Grad-Ziel zu halten, müsste in nur acht Jahren der globale Treibhausgasausstoß fast halbiert werden.