Börsengang

RWE-Tochter Innogy winkt Milliardenerlös

Der bevorstehende Börsengang des Energieversorgers Innogy könnte sich als äußerst lukrativ erweisen. Ein Erlös von knapp fünf Milliarden Euro ist möglich – und damit der größte Handelsstart seit 16 Jahren.
Von:  Michael Hahn
06.10.2016 | Aktualisierung: 12.10.2016 |

Dank hoher Nachfrage von Investoren könnte laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten am Tag des Innogy-Börsengangs am 7. Oktober ein Erlös von bis zu fünf Milliarden Euro winken. Demnach werden die bis zu 139 Millionen Innogy-Papiere voraussichtlich zu je 35 bis 36 Euro ausgegeben, was einem Erlös von mindestens 4,86 Milliarden Euro entspräche. Die Zahlen wurden von Innogy bestätigt. Damit wäre der Börsengang der größte seit dem der Deutschen Post und des Chipherstellers Infineon im Jahr 2000. Zum Emissionspreis werde Innogy mit bis zu 20 Milliarden Euro bewertet und könnte dadurch bald vor der Aufnahme in den Leitindex Dax stehen.

Von den knapp fünf Milliarden Euro sollen Berichten zufolge zwei Milliarden an Innogy gehen und der Rest an die Muttergesellschaft. Der Essener Konzern RWE hat schon länger mit Schulden in Milliardenhöhe zu kämpfen, der bevorstehende Atomausstieg stellt eine zusätzliche milliardenschwere Belastung dar. Innogy ist als Tochterunternehmen von RWE für die als zukunftssicher geltenden Geschäfte mit Ökostrom, Energienetzen sowie Vertrieb zuständig. Der Energiehandel und die umstrittenen Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke bleiben weiterhin in RWE-Hand. Eine ähnliche Aufspaltung hatte zuvor schon der Konkurrent Eon durchgeführt.

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