Das Hamburger Unternehmen – spezialisiert auf die Entwicklung, den Bau, den Betrieb und die Finanzierung von Solarparks – musste nach einer geplatzten Finanzierung einen Insolvenzantrag stellen. Die Schwestergesellschaften Pvwerk und Sonnen Tiefbau befinden sich parallel dazu in einem vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.
Laut Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters Stefan Denkhaus befinden sich aktuell europaweit 90 Photovoltaik Anlagen von Enerparc im Bau. Bei den am weitesten fortgeschrittenen Projekten prüft Denkhaus derzeit, ob sie während des Insolvenzverfahrens weitergebaut werden können. Der Insolvenzverwalter startet einen Investorenprozess für den Verkauf des Unternehmens und berichtet von einem großen Interesse möglicher Investoren.
Enerparc: Rund drei Milliarden Verbindlichkeiten
Grund für die Insolvenz ist offenbar eine im Juni geplatzte Finanzierung für Solarparks mit Batteriespeichern. Enerparc konnte anschließend die Verpflichtungen aus bestellten Lieferungen nicht mehr erfüllen. Laut Denkhaus belaufen sich die Verbindlichkeiten auf etwa drei Milliarden Euro, der überwiegende Teil resultiere aus Projektfinanzierungen.
Das 2008 gegründete Unternehmen Enerparc deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Solarenergie ab und verbuchte 2024 einen Umsatz von 436 Millionen Euro. Von der Insolvenz betroffen sind knapp 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dazu kommen 84 weitere bei Pvwerk und Sonnen Tiefbau.
