Nach 100 Tagen im Amt zieht EnBW-Chef Frank Mastiaux eine erste Bilanz. Fazit: Das bisherige Geschäftsmodell kommt auf den Prüfstand. Ein höherer Anteil erneuerbarer Energien soll die Rentabilität des Konzerns verbessern.
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Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) will den Anteil der erneuerbaren Energien am eigenen Erzeugungsportfolio “deutlich erhöhen”. Das sagte Konzernchef Frank Mastiaux am Montag im Rahmen seiner ersten Bilanz, nachdem er nun 100 Tage im Amt ist. Der Druck auf das Unternehmen, sich neu zu positionieren, sei enorm: “Das Marktumfeld ist extrem herausfordernd”, die Geschäftsmodelle der großen Versorger mit ihren konventionellen Großkraftwerken seien “fundamental in Frage gestellt.”
Denn aufgrund der geringen Großhandelspeise am Strommarkt seien die Kraftwerke kaum noch rentabel zu betreiben. Die EnBW werde daher neue Geschäftsmodelle entwickeln, etwa im Sektor der Energiedienstleistungen oder auch in der Projektentwicklung der erneuerbaren Energien. Die Zukunft des EEG sieht Mastiaux in einer Fortentwicklung des Gesetzes, die Einführung eines gänzlich neuen Systems lehnt er ab.