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Batteriespeicher-Produktion

Das China-Narrativ bröckelt: Europas stille Stärken in der Batterieindustrie

Die Zellfertigung ist fest in asiatischer Hand, doch Europas Industrie punktet an anderer Stelle. Bei der Produktion von Batterien können europäische Unternehmen zu den Gewinnern von morgen zählen, analysiert der Battery Atlas 2026 – wenn sie heute die richtigen Weichen stellen.
09.04.2026 | 1 Min.
Erschienen in: Ausgabe 04/2026
Batterieproduktion in Deutschland: Im sächsischen Kamenz stellt die Mercedes-Tochter Accumotive LithiumIonen-Batterien her.
Batterieproduktion in Deutschland: Im sächsischen Kamenz stellt die Mercedes-Tochter Accumotive LithiumIonen-Batterien her.
Foto: dpa picture alliance, Sebastian Kahnert

Das Vorurteil: Batterien kommen aus China, Europa ist abgehängt. Die Wahrheit ist komplexer, wie der aktuelle Battery Atlas der RWTH Aachen belegt. Der Erfolg der Batteriezellenproduktion hänge maßgeblich von einem starken Maschinen- und Anlagenbau, von Materialherstellern, Automatisierungsspezialisten sowie von Logistik- und Qualitätssystemen ab, sagt Studienleiter Heiner Hans Heimes. „Genau hier liegen Europas Stärken“ – und damit Potenzial zur Wertschöpfung für europäische Unternehmen.

Was die Batterieproduktion selbst angeht, stimmt das Vorurteil allerdings: Zwar wird in Europa produziert, allerdings fast ausschließlich von chinesischen Herstellern. Der Battery Atlas schlägt vor, auf Batterietechnologien der nächsten Generation zu setzen – Lithium-Schwefel-, Natrium-Ionen- und Festkörperbatterien –, die mit höherer Energiedichte und leichter verfügbaren Rohstoffen punkten können. Da diese Technologien noch nicht wirklich industrialisiert sind, hätten asiatische Hersteller keinen entscheidenden Vorsprung. So könne „Europa ein scheinbares Scheitern in eine strategische Chance verwandeln“.

Batteriespeicher-Produktion: Eine resiliente europäische Lieferkette notwendig

Schon heute profitieren hiesige Lieferanten von Batterie-Equipment davon, dass europäische Kunden ihre Abhängigkeit von asiatischen Ausrüstern verringern wollen – trotz meist höherer Kosten. Explizit verweist der Battery Atlas auf die Gefahr potenzieller Exportbeschränkungen für chinesische Hightech-Ausrüstung hin. Die Alternative dazu: eine resiliente europäische Lieferkette.

Der Battery Atlas dokumentiert zudem die wachsende Bedeutung des Recyclings. Studienleiter Heimes ermuntert europäische Unternehmen, Recyclingprozesse aufzubauen, „auch wenn sie anfangs noch nicht wettbewerbsfähig sein sollten“. Entscheidend sei jetzt der Aufbau von Know-how und stabilen Prozessen: „Nur so entsteht eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.“

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