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Globale Arbeitsmarkt-Analyse

Zahl der Erneuerbaren-Jobs steigt

Knapp zehn Millionen Menschen arbeiteten einer aktuellen Untersuchung zufolge 2016 in der Erneuerbaren-Branche – über ein Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem der Markt in Asien boomt. In Europa gehen die Zahlen hingegen teilweise zurück.
Von:  Michael Hahn
29.05.2017 | Aktualisierung: 02.06.2017 | 1 Min.

Mehr als 9,8 Millionen Menschen waren 2016 weltweit im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt – ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber 2015. Das geht aus dem jährlichen Arbeitsmarktbericht der internationalen Agentur für erneuerbare Energie (Irena) hervor.

1,5 Millionen davon arbeiteten in der Großwasserkraft die, gemessen an der installierten Kapazität, die größte Erneuerbaren-Quelle ist. Rechnet man diese Technologie heraus, beträgt das Wachstum für die übrigen 8,3 Millionen Arbeitsplätze laut Bericht  2,8 Prozent. Erstmals wurden die Zahlen 2012 erhoben, damals fanden etwas mehr als sieben Millionen Menschen Arbeit bei den Erneuerbaren. Die jährliche Wachstumsrate ist zuletzt also merklich zurückgegangen.

Adnan Amin betonte dagegen die Entwicklung über den gesamten Zeitraum hinweg. „In den letzten vier Jahren haben sich etwa die Jobs im Solar- und Windsektor zusammen mehr als verdoppelt“, sagte der Irena-Generaldirektor. Sinkende Kosten und politische Rahmenbedingungen hätten einen konstanten Anstieg von Investitionen und Beschäftigung ermöglicht. Für 2030 rechnet Irena mit 24 Millionen Öko-Energie-Jobs. Amin zufolge könnten diese mehr als kompensieren, dass fossile Arbeitsplätze wegfallen, und weltweit zu einem ökonomischen Treiber werden.

Der Großteil der 9,8 Millionen Jobs verteilte sich letztes Jahr auf China, Brasilien, die USA, Indien, Japan und Deutschland, so die Irena-Analyse. Dabei blieb der Wachstumstrend in Asien ungebrochen: 62 Prozent der Jobs entfielen auf diese Märkte.

Unter den Technologien machte Photovoltaik mit 3,1 Millionen Beschäftigten den Hauptteil aus. Während die Analysten hier vor allem ein Wachstum in China, den USA und Indien feststellten, ging die Zahl der Arbeitsstellen in Japan erstmals und in Europa abermals zurück. Bei der Windkraft sorgten Installationen in den USA, Deutschland, Indien und Brasilien für einen Jobzuwachs von sieben Prozent. Hier kommt der Bericht auf insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigte weltweit.

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