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Heizungsmarkt

Trotz Unklarheiten beim Heizungsgesetz: Wärmepumpen stark nachgefragt

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die neue Heiztechnik immer beliebter wird. Damit wächst der Druck auf die Koalition, Klarheit bei der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes – bekannt als Heizungsgesetz – zu schaffen.
18.12.2025 | 3 Min.
Günstige Option: Der Absatz an Wärmepumpen steigt in Deutschland.
Günstige Option: Der Absatz an Wärmepumpen steigt in Deutschland.
Foto: BWP, Brunner

Obwohl seit dem Amtsantritt der schwarz-roten Koalition bereits einige Monate verstrichen sind, gibt es bislang keine Einigung zwischen den federführenden Ministerien für Wirtschaft und Bau, was an die Stelle des sogenannten Heizungsgesetzes treten soll. Immerhin haben sich die Koalitionsspitzen jüngst auf einen Fahrplan und einen neuen Namen dafür geeinigt: Gebäudemodernisierungsgesetz. Doch wird derweil immer klarer: Im Kern wird es weiterhin darum gehen, die Wärmepumpe als Standardlösung für das Heizen außerhalb der Fernwärmenetze zu etablieren.

Das ist nicht nur die Meinung von Energie-Fachleuten und Heizungsfirmen, auch bei vielen Bürgerinnen und Bürgern hat sich diese Erkenntnis durchgesetzt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Beratungsportals CO2online. Danach würde sich zurzeit jeder dritte Deutsche für eine Wärmepumpe entscheiden. Damit liegt diese Lösung klar vor allen anderen Heizmethoden. Insgesamt erreichen Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien, also auch Pelletheizungen und solarthermisch gestützte Systeme, in der Umfrage eine Zustimmung von 58 Prozent.

Anteil der Wärmepumpen am Heizungsabsatz steigt

Die Zustimmung zur Wärmepumpe ist seit 2023, als der politische Streit innerhalb der Ampelregierung eskalierte und sich die damalige Unionsopposition darauf einschoss, laut den Angaben um 14 Prozentpunkte gestiegen. Über Parteigrenzen hinweg sehen viele Menschen die Wärmepumpe inzwischen als kostengünstige Option. Das zeige, „dass am Ende die Wirtschaftlichkeit den Ausschlag gibt und nicht die politischen Positionen“, urteilt CO2online. Zuletzt ist auch der Anteil der Wärmepumpen am Heizungsabsatz wieder deutlich gestiegen.

Hauseigentümer entscheiden sich laut der Umfrage zunehmend für Wärmepumpen, weil sie effizient arbeiten, die Heizkosten im Betrieb senken und zugleich einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Zwei Drittel der Befragten stimmen zu, dass das Heizen mit Erdgas oder Öl langfristig zur Kostenfalle wird“, heißt es in der Studie. Tatsächlich ist absehbar, dass hohe Preise für Erdgas und Erdöl, ein steigender CO2-Preis und wachsende Netzentgelte die Heizkosten in die Höhe treiben werden. Fachleute erwarten, dass die Kosten in 20 Jahren doppelt so hoch sein werden wie heute. Hinzu kommt das Risiko, dass Gasnetze in den kommenden Jahren zurückgebaut und Kommunen ihre Gasversorgung ganz einstellen könnten. Die Großstadt Mannheim hat das bereits angekündigt, andere könnten dem Beispiel folgen.

Heizungsgesetz: Nur neuer Name statt klarer Rahmenbedingungen

Die Nachfrage ist da, aber viele Menschen zögern.“ Tanja Loitz, Geschäftsführerin co2online
„Die Nachfrage ist da, aber viele Menschen zögern, weil sie nicht wissen, worauf sie sich verlassen können“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von CO2online. Seit Monaten warteten Kunden, Kundinnen und die gesamte Branche auf klare Rahmenbedingungen – sie bekämen bisher aber im Grunde nur einen neuen Namen präsentiert. „Im Klartext: Wir wissen immer noch nicht, was aus der 65-Prozent-Regel wird und wie die Förderung aussehen soll. So kann niemand verlässlich planen.“ Das sei für Eigentümerinnen, Eigentümer und Handwerksbetriebe ein enttäuschendes Signal.

Laut dem Fahrplan, den der Koalitionsausschuss in der vorigen Woche aufgelegt hat, soll das neue Gesetz in einer Arbeitsgruppe entwickelt werden, die von den Fraktionschefs Jens Spahn (CDU) und Matthias Miersch (SPD) geleitet wird. Weitere Teilnehmer sind die Wirtschafts- und die Bauministerin sowie weitere Fachleute aus den Fraktionen. Sie sollen bis Ende Januar eine Lösung für die Streitpunkte finden. Darunter auch, ob es beim Neueinbau von Heizungen in Bestandsgebäuden die Pflicht geben soll, nachhaltige Technik zu wählen oder nicht. Ebenfalls strittig: Wie hoch soll die Förderung beim Heizungstausch künftig ausfallen – und soll sie sozial stärker gestaffelt werden?

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