Wasserstoff-Wende per Differenzvertrag: Ein Fördermodell könnte Stillstand beenden
Ohne neue Förderinstrumente für Wasserstoff droht Deutschland sein 10-Gigawatt-Ziel zu verfehlen. Die EIWA will mit Differenzverträgen Investitionssicherheit schaffen – und nebenbei Netzengpässe reduzieren.
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Mehr Wasserstoff: Den derzeit stockenden Hochlauf könnte ein neues Förderinstrument wieder ankurbeln.
Foto: AdobeStock
Deutschland braucht jetzt einen investitionsfähigen Marktmechanismus für die heimische Wasserstoffproduktion."Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsallianz
Der Ausbau der Wasserstoffproduktion in Deutschland kommt nur schleppend voran. Um das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2030 Elektrolysekapazitäten von zehn Gigawatt aufzubauen, zu erreichen, braucht es neue Impulse. Die Elektrolyse-Industrie-Wirtschaftsallianz (EIWA) schlägt dafür ein neues Förderinstrument vor. Kern des Modells sind Differenzverträge (Contracts for Difference, kurz CfDSteht für Contracts for Difference (Differenzverträge): Erhält ein Stromerzeuger bei Ausschreibungen für sein Preisangebot den Zuschlag, kriegt er bei einem niedrigeren Börsenpreis die Differenz erstattet. Liegt der Börsenpreis höher, muss er die zusätzlichen Gewinne abgeben.Steht für Contracts for Difference (Differenzverträge): Erhält ein Stromerzeuger bei Ausschreibungen für sein Preisangebot den Zuschlag, kriegt er bei einem niedrigeren Börsenpreis die Differenz erstattet. Liegt der Börsenpreis höher, muss er die zusätzlichen Gewinne abgeben.). Diese Verträge garantieren den Betreibern von Anlagen staatlich gesicherte Preise für die erzeugte Energie.
„Deutschland braucht jetzt einen investitionsfähigen Marktmechanismus für die heimische Wasserstoffproduktion. Ohne zusätzliche Maßnahmen werden die Ausbauziele nicht erreicht“, argumentiert die EIWA. Das vorgeschlagene CfDSteht für Contracts for Difference (Differenzverträge): Erhält ein Stromerzeuger bei Ausschreibungen für sein Preisangebot den Zuschlag, kriegt er bei einem niedrigeren Börsenpreis die Differenz erstattet. Liegt der Börsenpreis höher, muss er die zusätzlichen Gewinne abgeben.Steht für Contracts for Difference (Differenzverträge): Erhält ein Stromerzeuger bei Ausschreibungen für sein Preisangebot den Zuschlag, kriegt er bei einem niedrigeren Börsenpreis die Differenz erstattet. Liegt der Börsenpreis höher, muss er die zusätzlichen Gewinne abgeben.-Modell schaffe die notwendige Investitions- und Finanzierungssicherheit und ermögliche gleichzeitig einen marktwirtschaftlichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Die Förderkosten ließen sich laut einer von der EIWA beauftragten Analyse des Wuppertal Instituts auf jährlich weniger als 800 Millionen Euro begrenzen.
Elektrolyseure könnten Netzengpässe reduzieren
Die EIWA sieht im vorgeschlagenen Förderinstrument zugleich einen Schub für die Energiewende. Elektrolyseure könnten Netzengpässe reduzieren und die Abregelung erneuerbarer Energien verringern. Dadurch würden als Bonus Redispatchkosten und der Bedarf für den Ausbau der Stromnetze reduziert. Das EIWA-Konzept geht davon aus, dass die jährlich zusätzlich produzierten rund 800.000 Tonnen Wasserstoff in den bestehenden Erdgasmarkt integriert werden. Damit sei der Absatz nicht abhängig von einzelnen industriellen Großabnehmern oder dem kurzfristigen Aufbau spezifischer Wasserstoffmärkte, sondern erfolge in einen bereits bestehenden Energiemarkt. Für Betreiber von Elektrolyseanlagen reduziere sich dadurch das Absatzrisiko erheblich. Langfristige Einzelabnahmeverträge mit Industrieunternehmen wären nicht mehr Voraussetzung für die Finanzierung neuer Projekte. Die EIWA verspricht sich „verlässliche und langfristig kalkulierbare Zahlungsströme – eine wesentliche Voraussetzung für die Finanzierung großer Elektrolyseprojekte“.
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