Nur ein Einzelfall
Mit der Insolvenz des Windkraftkonzerns Prokon werden „grüne“ Geldanlagen derzeit gern pauschal abgestraft. Dabei lassen sich auf dem grünen Kapitalmarkt viele attraktive und sichere Beteiligungsmöglichkeiten finden.
Mit der Insolvenz des Windkraftkonzerns Prokon werden „grüne“ Geldanlagen derzeit gern pauschal abgestraft. Dabei lassen sich auf dem grünen Kapitalmarkt viele attraktive und sichere Beteiligungsmöglichkeiten finden.
… sagt Felix Losada, Sprecher der Nordex SE, angesichts der aktuellen Entwicklung des Windenergieanlagenmarkts. Wie die Deutsche Windguard im Auftrag des VDMA und des Bundesverbands WindEnergie berechnet hat, wurden in Deutschland 2013 insgesamt 1154 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2998,41 Megawatt neu installiert – ein gutes Ergebnis. Aber wird es 2014 so weitergehen?
Die Insolvenz des Windparkbetreibers Prokons hat die Diskussion um die Sicherheit von Windkraftbeteiligungen entfacht. Werner Daldorf, Vorsitzender des Anlegerbeirats im Bundesverband WindEnergie, warnt jedoch vor Panikmache: Wer gut sondiert, findet attraktive und sichere Angebote.
Dem Windkraft-Finanzierer Prokon droht die Insolvenz, noch im Januar könnte das Unternehmen zahlungsunfähig sein. Verbraucherschützer kritisieren schon seit Jahren das undurchsichtige Geschäftsmodell.
Verhaltener Optimismus für Deutschland, skeptischer Blick auf die USA. So sieht Jürgen Zeschky, Vorstandsvorsitzender des Windanlagenbauers Nordex, die Entwicklung auf den beiden Märkten in den kommenden zwei Jahren. Bei der Vorstellung der neuen Nordex-Turbine N 131/3000, die speziell für Standorte mit geringeren Windgeschwindigkeiten um 7,5 Meter pro Sekunde ausgelegt ist, gab sich Zeschky trotz der Reformpläne von Union und SPD zuversichtlich.
Immer mehr Unternehmen wollen von den so genannten Netzentgelten befreit werden. Bezahlt wird die Zeche über die Stromrechnungen der Privathaushalte. Wie Wirtschafts-Staatssekretär Stefan Kapferer jetzt nach einer entsprechenden Anfrage der Grünen im Bundestag mitteilen musste, werden bis Ende des Jahres 1500 neue Anträge auf Netzentgelt-Befreiung eingegangen sein. Glück im Unglück: 2014 dürften sich nach einer Schätzung des Energieanbieters Lichtblick die Netzkosten auf hohem Niveau stabilisieren.
Die Krise der Windenergieanlagenhersteller rückt näher, Kenersys ist offensichtlich schwer angeschlagen. Nach Informationen von Branchenkennern sollen am Standort der Unternehmensleitung in Münster massiv Stellen abgebaut werden.
Nach 100 Tagen im Amt zieht EnBW-Chef Frank Mastiaux eine erste Bilanz. Fazit: Das bisherige Geschäftsmodell kommt auf den Prüfstand. Ein höherer Anteil erneuerbarer Energien soll die Rentabilität des Konzerns verbessern.