Vattenfalls Kohle geht an EPH
Der tschechische Kohlekonzern EPH übernimmt das Lausitzer Braunkohlegeschäft von Vattenfall. Die Tschechen kaufen in ganz Europa alte Kohlekraftwerke und setzen damit auf eine langsame Energiewende.
Der tschechische Kohlekonzern EPH übernimmt das Lausitzer Braunkohlegeschäft von Vattenfall. Die Tschechen kaufen in ganz Europa alte Kohlekraftwerke und setzen damit auf eine langsame Energiewende.
Der weltweite Boom der Kohle-Verstromung ist offenbar gebrochen. Der Verbrauch des besonders klimaschädlichen Energieträgers ging 2015 im zweiten Jahr zurück, zudem ist die Auslastung der am Netz befindlichen Kohlekraftwerke deutlich gesunken – in China, dem wichtigsten Kohleland, sogar auf unter 50 Prozent.
2015 wurde mit einem Rekordhoch doppelt so viel in erneuerbare Energien investiert, wie in fossile. Erstmals übertrafen die Erneuerbaren zudem Kohle, Öl, Gas und Atom auch bei der neu installierten Leistung.
Kurz vor der Aufspaltung hat Deutschlands größter Energiekonzern einen Rekordverlust von sieben Milliarden Euro eingefahren. Hauptgrund sind massive Abschreibungen auf unrentable Kohle- und Gaskraftwerke. Auch Mitbewerber RWE brechen die Gewinne weg.
Am 1. März startet das Bundeswirtschaftsministerium ein neues Programm zur Förderung von Photovoltaik-Batteriespeichern – bis Ende 2018 sollen dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Der Pellet-Produzent German Pellets hat Insolvenz angemeldet. Die Anleger fürchten um ihre Investitionen, die Staatsanwaltschaft ermittelt.
China ist nach wie vor größter Investor in erneuerbare Energien weltweit und legt weiter zu, Europa baut insgesamt ab. In Deutschland erreichten die Investitionen sogar den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren.
Die Preise für Börsenstrom waren 2015 in Deutschland so niedrig wie zuletzt vor elf Jahren – durchschnittlich 3,17 Cent kostete eine Kilowattstunde. Schon seit 2011 sinken die Preise, bei den Verbrauchern kommt diese Entwicklung aber nicht an.