Der Erfolg war sogar den Vereinten Nationen eine Meldung wert: „Uruguay erzeugt 90 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen.“ Bei idealem Wetter gelingt es sogar, das Land tageweise zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Damit ist Uruguay mit seinen rund 3,4 Millionen Einwohnern zu einem Vorreiter bei der Versorgung mit nachhaltiger Energie geworden.
Was Uruguay allerdings besitzt, sind Energiequellen wie Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie oder Biomasse. Das Land investierte fortan massiv in die erneuerbaren Energien. Die Ausschreibungen machten es attraktiv für Unternehmen, in diesem Sektor zu investieren. Die Regierung erließ entsprechende Gesetze. Heute stammt die Hälfte des Stroms aus Wasserkraft, ein Drittel aus Windkraft, der überwiegende Rest aus Biomasse und Solarenergie.
Mit diesem Erneuerbaren-Mix hat Uruguay eine neue Souveränität erlangt: „Man wird unabhängig von all diesen Kriegen oder anderen geopolitischen Ereignissen“, sagt Méndez Galain. „Fragen Sie mich, welche Auswirkungen dieser tragische Krieg in Europa auf den Elektrizitätssektor in Uruguay hatte – null. Wir haben keine Auswirkungen, weil wir nicht von Energierohstoffen abhängig sind.“