ENERGIEDIALOG 2026 - Der energiepolitische Jahresauftakt am 20.01.2026
Europäische Energieeffizienz Konferenz, 25. - 27.02.2026, Wels/Österreich
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ENERGIEDIALOG 2026: Was die Branche jetzt von der Politik erwartet

Das Jahr 2026 wird zum Prüfstein für die Energiepolitik der Bundesregierung. Vertreterinnen und Vertreter der Branche ordnen ein, wo Fortschritte sichtbar sind – und welche Entscheidungen über Tempo und Erfolg der Energiewende bestimmen werden.
01.12.2025 | 3 Min.
Erschienen in: Ausgabe 12/2025
Energiewende 2026: In welche Richtung entwickelt sich die Branche kommendes Jahr?
Energiewende 2026: In welche Richtung entwickelt sich die Branche kommendes Jahr?
bild: Adobe Stock

Nach dem sogenannten Herbst der Reformen ist es Zeit für ein erstes Fazit: In welche Richtung entwickelt sich die Energiepolitik der Bundesregierung? Welche Auswirkungen haben die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgestellten Schlüsselmaßnahmen auf die Energiewirtschaft? Und welche Entscheidungen braucht es jetzt, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben? Im ENERGIEDIALOG blicken Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft gemeinsam auf ein richtungsweisendes Jahr 2026 – und auf die mit Spannung erwartete Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Wie beurteilen die Unternehmen die aktuellen Entwicklungen – und welche Themen stehen ganz oben auf ihrer Wunschliste?

Stephan Frense, CEO Arge Netz

ENERGIEDIALOG 2026: Was die Branche jetzt von der Politik erwartet
Foto: Storyfischer
„Es gilt jetzt, die vielen Gigawatt in der Projekt-Pipeline mit einem planbaren Rahmen auch in die Umsetzung zu bringen. Ankündigungspolitik und mögliche Brüche im Marktdesign können wir uns als Industrieland in der Rezession nicht leisten.“



Frank May, CEO Alterric

„Seit Amtsantritt der aktuellen Bundesregierung erkennen wir im Bereich der erneuerbaren Energien erste Impulse, insbesondere durch die verstärkte Priorisierung von Planung, Digitalisierung und Netzausbau. Zugleich bleibt die Umsetzungsdynamik bislang hinter den Erwartungen zurück, und bei zentralen Themen fehlen politische Richtungsentscheidungen.“



Marielena Bloh, Geschäftsführerin deanGruppe

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Foto: Dean-Gruppe
„Aktuell haben die erneuerbaren Energien in Deutschland in verschiedener Hinsicht deutlich mehr Aufwind als in den vergangenen Jahren. Nun müssen wir aber auf Kurs bleiben und nicht wieder zurückrudern, also nicht auf Energien setzen, die uns abhängig von Gasexporteuren machen. Statt Milliarden an Steuergeldern in neue Gaskraftwerke zu stecken, wäre das Geld besser in Speichersysteme investiert.“

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Hartmut Brösamle, Geschäftsführer WPD

„Für uns sind vor allem zwei Themen zu priorisieren: der Netzausbau und die Refinanzierbarkeit von EE-Projekten. Ohne einen massiven Hochlauf des Netzausbaus, der jahrelang wie auch andere Infrastrukturprojekte vernachlässigt wurde, kommen wir schnell an Grenzen. Als Zweites müssen im Rahmen der Strommarktdesign-Debatte stabile und verlässliche Bedingungen für die Finanzierung von EE-Projekten geschaffen werden.“



Thomas Treiling, Geschäftsführer Abo Energy

ENERGIEDIALOG 2026: Was die Branche jetzt von der Politik erwartet
Foto: Abo Energy
„Es braucht viel Fingerspitzengefühl bei der Novellierung des EEG: Ein Fadenriss beim Windkraftausbau, wie wir ihn 2018/2019 erlebt haben, ist unbedingt zu vermeiden. Auch die PV-Freifläche muss weiterhin als günstigste erneuerbare Erzeugungsform ihren notwendigen Beitrag leisten können.“



Heiko Wuttke, CEO PNE

„Wir erwarten, dass es klare Rahmenbedingungen durch die EEG-Novelle gibt, die ab 2027 in Kraft treten muss. Das umfasst unter anderem klare Kriterien für den Netzanschluss von Batteriespeichern, das Einhalten der Zusagen aus dem Koalitionsvertrag und letztlich das Sicherstellen des Ausbaupfads der erneuerbaren Energien, um 2030 tatsächlich 80 Prozent Strom aus Erneuerbaren im Netz zu haben.“



Jost Backhaus, CEO Juwi

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Foto: Juwi
„Wir befinden uns in einer Phase der Energiewende, in der der Erzeugungsanteil von erneuerbaren Energien bei mehr als 60 Prozent liegt und die steigende Anzahl an negativen Strompreisstunden ein starkes Marktsignal setzt. Hier braucht es zeitnah einen angepassten Investitionsrahmen, der Investitionen in erneuerbare Energien weiterhin absichert und den Ausbau nicht abreißen lässt.“



Christian Mildenberger, Geschäftsführer NRW.Energy4Climate

„In den vergangenen Jahren haben Bund und Länder erfolgreich Hindernisse abgebaut und Verfahren beschleunigt. Hier müssen wir im nächsten Jahr noch eine Schippe darauflegen: Reformen wie die des EEG und des Strommarktdesigns müssen im Sinne der erneuerbaren Energien ein Erfolg werden.“

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