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Deneff-Forderung

Politik muss bessere Anreize für Gebäudesanierung setzen

Gebäudeeffizienz ist auch im Rahmen der Klimaverhandlungen Thema. Beim Pariser Gipfeltreffen hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen einen so genannten „Buildings Day“ veranstaltet, um auf Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudesektor aufmerksam zu machen. In Deutschland hadert die Branche derweil mit unzureichender steuerlicher Förderung für energetische Gebäudesanierung.
Von:  Nicole Allé - energiezukunft.eu
04.12.2015 | Aktualisierung: 10.12.2015 | 2 Min.

Der Gebäudesektor ist für einen großen Anteil der CO2-Emissionen verantwortlich, eine energieoptimierte Gebäude-Performance also eines der Ziele für mehr Klimaschutz. Dazu gehören die Nutzung erneuerbarer Energien in der Gebäudetechnik und verstärkte Energieeffizienz-Maßnahmen.

Die Technologien sind vorhanden, dennoch kommt die energetische Gebäudesanierung nicht recht voran, obwohl Deutschland im europäischen Kontext schon weit vorne liegt. In Frankreich ist das Thema mit dem neuen Energiewendegesetz vom Juli dieses Jahres gerade erst auf die Agenda gesetzt worden, allerdings mit Schwerpunkt auf Effizienzsanierung und weniger auf den Einsatz erneuerbarer Energien, obwohl die Solarenergie im sonnenreichen Hexagon großes Potenzial hätte. Doch die Mehrzahl der französischen Haushalte heizt mit Atomstrom, das wird sich wohl auch nicht ändern, zumal Frankreich an der Atomenergie festhält und für die Zukunft sogar den Bau neuer Atomkraftwerke plant.

In Deutschland liegt der Sanierungsstau nach Meinung von Branchenexperten vor allem an fehlenden Anreizen, die größten Erwartungen liegen in der weiterhin nicht absehbaren Einführung einer Steuerförderung für energetische Gebäudesanierung.

„Mit der Einführung der Steuerförderung wäre Deutschland wieder der klimapolitische Vorreiter bei den Klimaverhandlungen“, sagt Christoph von Speßhardt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (Deneff), „Bundeskanzlerin Angela Merkel muss dazu endlich den Durchbruch zwischen Bund und Ländern herbeiführen!“

Eine in diesem Herbst durchgeführte Umfrage der Deneff zeigt, dass die Bundesregierung vor einem Jahr aus Sicht der Wirtschaft wirkungsvolle Hebel erkannt hat, um die Energieeffizienz im Gebäudebereich nach vorne zu bringen. Von allen Maßnahmen erwarte der überwiegende Teil der befragten Lösungsanbieter für Energieeffizienz signifikanten Einfluss auf ihr Geschäft. Neben der Steuerförderung der energetischen Gebäudesanierung liegen laut Umfrage die Erwartungen insbesondere auf der Verbesserung bestehender Beratungs- und Förderangebote. Aus Sicht der Deneff könnte ein Durchbruch bei der Steuerförderung in Deutschland auch international als Aufbruchssignal wirken.

 Nicole Allé – energiezukunft.eu

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