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Interview

„Ein Erfolgsmodell für alle“: Wie Windenergie das Land Schleswig-Holstein stärkt

Schleswig-Holstein setzt konsequent auf erneuerbare Energien als Standortvorteil. Ziel ist es, das erste klimaneutrale Industrieland zu werden. Welche Rolle Politik und Wirtschaft dabei spielen, erläutert Staatssekretärin Julia Carstens.
Von:  Redaktion neue energie
08.04.2026 | 2 Min.
Julia Carstens ist seit 2022 Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein.
Julia Carstens ist seit 2022 Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein.
Foto: Frank Peter

neue energie: Frau Staatssekretärin, Schleswig-Holstein ist ein echtes Windenergieland. Wie schätzen Sie die Bedeutung der Windkraft für die Wirtschaft ein?

Julia Carstens: Die Bedeutung ist immens. Gerade jetzt, wo die Preise für Öl und Gas so hoch sind, ist die Nutzung von Erneuerbaren Energien für die Wirtschaft und die Verbraucher umso attraktiver. Deshalb setzen wir als Land auch so stark auf den Ausbau und wollen das erste klimaneutrale Industrieland werden. Langfristig ist das der beste Weg, um unabhängiger in der Energieversorgung zu werden und gleichzeitig das Klima zu schützen. Zudem ist die Windenergie in Schleswig-Holstein ein Erfolgsmodell für alle Beteiligten – neben grüner Energie sorgt sie für gute Arbeitsplätze und die Kommunen und Regionen profitieren auch finanziell von der Windkraft.

ne: Immer mehr Unternehmen setzen auf Grünstrom – was macht es für ein Unternehmen attraktiv, in einen (Produktions-)Standort in Schleswig-Holstein zu investieren – und welche Industriezweige profitieren besonders von diesem Standortvorteil?

Carstens: Wir können unseren Strombedarf schon jetzt rein rechnerisch vollständig aus Erneuerbaren Energien decken. Unternehmen, die diesen grünen Strom direkt vor Ort nutzen wollen, sind bei uns an der richtigen Adresse. Davon können gerade energieintensive Industriebetriebe oder die Hersteller von grünem Wasserstoff profitieren. Aber auch Unternehmen, die im weiteren Sinne in der Erneuerbare-Energien-Branche unterwegs sind, haben bei uns Vorteile. Wir werden in Zukunft immer mehr Rechenzentren brauchen, die natürlich viel Strom brauchen und ihn bei uns komplett aus Erneuerbaren Energien beziehen können.

ne: Welche Voraussetzungen sind in Schleswig-Holstein bereits erfüllt? An welchen Stellen gibt es noch Verbesserungspotenzial?

Carstens: Unser grüner Standortvorteil basiert auf harten Fakten: Wir haben den Windstrom, wir haben die Fläche und wir haben die Netze. Das ist unser Fundament. Unsere Aufgabe als Politik ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Planungssicherheit für Unternehmen. Der Bürokratie-Dschungel wird oft beklagt und wir arbeiten so gut es geht dagegen an. Wir setzen uns auch in Berlin und Brüssel immer wieder für Bürokratieabbau ein, weil es für die Wirtschaft diese Entlastung braucht.

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