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Baden-Württemberg: Schnellere Genehmigungen für Windenergieanlagen dank Digitalisierung

Die Zahl der Windprojekte im Südwesten wächst: Mehr als 1.800 Anlagen sind aktuell in Planung oder im Genehmigungsverfahren. Baden-Württemberg setzt auf KI und digitale Tools, um den Ausbau weiter zu beschleunigen.
10.03.2026 | 3 Min.
Zunahme: Die Zahl der Windenergieanlagen in Baden-Württemberg wächst.
Zunahme: Die Zahl der Windenergieanlagen in Baden-Württemberg wächst.
Foto: AdobeStock

Das Land Baden-Württemberg steigert sich beim Wind-Zubau: Im vergangenen Jahr hat das Bundesland 100 neue Windenergieanlagen genehmigt – der zweithöchste jemals erfasste Wert, berichtet Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Zusammen haben die Anlagen eine Leistung von 660 Megawatt. Damit wurde 2025 die höchste je im Land genehmigte Gesamtleistung erreicht. Weitere Kennzahlen zur Entwicklung der Windenergie in Baden-Württemberg:

  • Insgesamt haben Projektentwickler 2025 über 1.000 neue Anlagen zur Genehmigung beantragt. Eine große Anzahl an neuen Projekten wird also auch in diesem Jahr folgen.
  • Derzeit befinden sich rund 1.800 Windenergieanlagen in Planung, wovon 1.372 Anlagen im Genehmigungsverfahren sind.
  • 205 Anlagen sind bereits genehmigt, aber noch nicht in Betrieb. Für 212 weitere Anlagen wurden den Behörden Planungen vorgestellt, aber formal noch kein Antrag eingereicht.
  • In Betrieb sind in Baden-Württemberg aktuell 818 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 2.075 Megawatt.

 

„Baden-Württemberg ist ein Land, in dem die Nutzung der Windenergie sinnvoll und wirtschaftlich rentabel ist“, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Wir sind attraktiv für die Branche, auch weil wir die Planungs- und Genehmigungszeiten mehr als halbiert haben.“ Tatsächlich dauerte das Genehmigungsverfahren für eine Anlage 2025 in Baden-Württemberg im Durchschnitt 13,2 Monate – und damit 3,6 Monate weniger als im Bundesschnitt.

Landesregierung Baden-Württemberg fordert Erhöhung der EEG-Ausschreibungen

„Wir erleben einen Boom an Projekten“, sagt Energieministerin Thekla Walker. „Damit aus Anträgen möglichst schnell Anlagen werden, heben wir weitere Potentiale für schnellere Genehmigungen und setzen uns auf Bundesebene für bessere Rahmenbedingungen für die Zukunftsbranche Wind ein.“ So fordert die aktuelle Landesregierung Baden-Württembergs den Bund dazu auf, das Volumen der EEG-Ausschreibungen um 30 Prozent zu erhöhen, da die Zahl der Genehmigungen für Windenergieanlagen in den kommenden Monaten und Jahren absehbar stark steigen wird. „Das erhöht die Investitionssicherheit und damit die Wahrscheinlichkeit, dass die genehmigten Anlagen in den kommenden Jahren ans Netz gehen“, sagt Ministerin Walker. „Im Süden werden neue Anlagen besonders dringend gebraucht, um Netzkosten für den Stromtransport vom Norden zu verringern. Deshalb muss unbedingt auch das Referenzertragsmodell im EEG erhalten bleiben, das Standortnachteile von Anlagen im Süden bei Ausschreibungen ausgleicht.“

Digitalisierungsprojekte sollen Genehmigungsprozess weiter beschleunigen

Für einen zunehmend schnelleren Genehmigungsprozess setzt Baden-Württemberg verschiedene Digitalisierungsprojekte zur Unterstützung der Genehmigungsbehörden um. Seit Ende 2025 helfen beispielsweise digitale Verfahrensassistenten den Antragstellenden und den Genehmigungsbehörden bei der Einreichung und der Abarbeitung von Anträgen. Die Assistenten führen Schritt für Schritt durch das Verfahren, geben Hinweise und stellen Fachwissen bereit.

Wir sind attraktiv für die Branche." Winfried Kretschmann, Ministerpräsident
Außerdem arbeitet Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis an einem sogenannten Rulemapping: Um die Vollständigkeitsprüfung zu automatisieren, analysiert eine künstliche Intelligenz (KI), ob die eingereichten Unterlagen ausreichen und formal den gesetzlichen Anforderungen entsprechen – von Immissionsschutz über Naturschutz bis zu Denkmalschutz. Eine weitere KI sortiert Masseneinwendungen gegen Windprojekte thematisch so vor, dass die Genehmigungsbehörden sie schneller abarbeiten können. „Wir sind attraktiv für die Branche, auch weil wir mit unserer Task Force Erneuerbare Energien die Planungs- und Genehmigungszeiten mehr als halbiert haben. Daran knüpfen wir nun an“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

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