BWE Branchentag

„Landmarken des postfossilen Zeitalters“

Der Branchentag Erneuerbare Energien Mitteldeutschland stand 2025 im Zeichen des politischen Wandels. Das Wahlergebnis, die Ausnahme von der Schuldenbremse für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz und die Koalitionsverhandlungen bestimmten die Agenda. Inhaltlich stehen der schleppende Netzausbau, die Strommarktreform und System-Flexibilisierungen im Fokus.
Von:  Meike Naber
14.04.2025 | 2 Min.
Erschienen in: Ausgabe 04/2025

Mit einer hochpolitischen Agenda im Kontext der Koalitionsverhandlungen und richtungsweisenden Beschlüssen zu zwei neuen Finanzierungsinstrumenten – Ausnahme von der Schuldenbremse und Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz – bot der Branchentag Mitteldeutschland eine zentrale Plattform, um die Herausforderungen der Energiewende in den Freistaaten Sachsen und Thüringen sowie im Land Sachsen-Anhalt zu diskutieren. Neben BEE-Präsidentin Simone Peter und BWE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm, die einen Überblick über die bundespolitischen Entwicklungen gaben, prägten Statements des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und von Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt in Sachsen-Anhalt, die Veranstaltung in Dresden.

Wertvolle Impulse für die Zukunft

Zum Branchentag Erneuerbare Energien Mitteldeutschland 2025 trafen sich am 19. März 2025 führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) und Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie (BWE). Im Austausch mit Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Armin Willingmann, Wissenschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, diskutierten sie gemeinsam mit rund 450 Teilnehmenden über Erfolge und Potenziale der Energiewende in der Region.

 

Wertvolle Impulse für die Zukunft Ausführliche Informationen zum Branchentag Mitteldeutschland 2025 finden Sie auf den Seiten von BEE und BWE sowie auf

LinkedIn neue energie 

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Kretschmer betonte die entscheidende Rolle der beiden Finanzierungsinstrumente für zusätzliche Investitionen und das Erreichen der Klimaneutralität bis 2045: „Die notwendigen Investitionen müssen jetzt konkret in den Ländern ankommen, um den Umbau der Energieversorgung und der Infrastruktur in den ostdeutschen Ländern und in ganz Deutschland voranzutreiben.“ Der sächsische Ministerpräsident äußerte sich aber auch kritisch zum Thema Energiepolitik. Er unterstrich, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien zwar von großer Bedeutung sei – „das weiß ich nicht nur von meinen Kindern, sondern das ist einfach die Realität“ – aber man müsse das Thema im Gesamtsystem betrachten: „nicht nur Einzelaspekte, sondern das gesamte Energiesystem überdenken und auf seine Effizienz und Zukunftsfähigkeit überprüfen“. Neben den wichtigen Themen Netzausbau, Bürgerbeteiligung und Strommarktreform forderte Kretschmer die Integration der verschiedenen Sektoren. Sie sei notwendig, um die Energieversorgung langfristig auf eine nachhaltige Basis zu stellen.

Teilhabe und Wertschöpfung

Auch Armin Willingmann hob die Notwendigkeit wirtschaftlicher Beteiligung von Kommunen und Bürgern an Energieprojekten hervor, insbesondere beim Ausbau von Wind- und Solarparks. „Ganz sicher können wir weiter über die Ästhetik von Windrädern streiten, aber nicht mehr über ihre unverzichtbare Funktion. Für mich sind sie Landmarken des postfossilen Zeitalters in unserer Kulturlandschaft. Und dass wir diesen Weg auch unter der neuen Bundesregierung fortsetzen werden, freut mich“, so der Minister zum Abschluss.

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