Bürger investieren in Windkraft – doch die politische Zukunft ist ungewiss
Der Ökostrom-Ausbau lief in Sachsen-Anhalt zuletzt gut. Sorgen bereitet die Politik der Bundesregierung – und vor allem die Landtagswahl im September.
Der Ökostrom-Ausbau lief in Sachsen-Anhalt zuletzt gut. Sorgen bereitet die Politik der Bundesregierung – und vor allem die Landtagswahl im September.
Das neue Beteiligungsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern erhöht die Abgaben für Windparkbetreiber deutlich. Branchenverbände warnen: Sinkende Förderungen und steigende Kosten könnten viele Projekte unwirtschaftlich machen – mit Folgen für Pachten und Investitionen.
Schleswig-Holstein setzt konsequent auf erneuerbare Energien als Standortvorteil. Ziel ist es, das erste klimaneutrale Industrieland zu werden. Welche Rolle Politik und Wirtschaft dabei spielen, erläutert Staatssekretärin Julia Carstens.
Warum ist finanzielle Teilhabe entscheidend für die Energiewende vor Ort? Dr. Tilman Zimmermann-Werner, Geschäftsführer der Sächsischen Landesenergieagentur, erklärt, wie Kommunen in Sachsen profitieren können – und weshalb Beteiligung keine Option, sondern Pflicht ist.
Wenn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sehen, was andere Gemeinden erreichen, entsteht aus Skepsis gegenüber Erneuerbaren neuer Gestaltungswille. Austausch und direkte Gespräche sind entscheidend, um Vorbehalte abzubauen, sagt Prof. Dr. Dieter Sell, Geschäftsführer Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA).
Erneuerbare Energien sind weit mehr als Klimaschutz: Sie sichern Unabhängigkeit und Stabilität. Stephan Frense von Arge Netz warnt vor politischem Zögern und fordert klare Schritte bei Netzen, Bürgerenergie und Stromnutzung – in Schleswig-Holstein und im Bund.
Bürgerbeteiligung, regionale Wertschöpfung und transparente Planung gelten als Schlüssel für mehr Zustimmung zu Wind- und Solarprojekten. Marko Mühlstein vom Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands erklärt am Beispiel von Sachsen-Anhalt, welche Instrumente bereits wirken – und welche politischen Schritte noch fehlen.
Die Zahl der Windprojekte im Südwesten wächst: Mehr als 1.800 Anlagen sind aktuell in Planung oder im Genehmigungsverfahren. Baden-Württemberg setzt auf KI und digitale Tools, um den Ausbau weiter zu beschleunigen.