Erleben wir die erste Klimawahl?
Die Spannung steigt: In etwas mehr als 24 Stunden wird sich zeigen, ob die Abstimmung zum 20. Deutschen Bundestag erstmals eine „Klimawahl“ geworden ist.
Die Spannung steigt: In etwas mehr als 24 Stunden wird sich zeigen, ob die Abstimmung zum 20. Deutschen Bundestag erstmals eine „Klimawahl“ geworden ist.
Der Gebäudesektor hat 2020 zu viel CO2 erzeugt, laut Gesetz müsste die Bundesregierung die Lücke zügig schließen. Der Vorschlag von zwei Unionsministern fiel jedoch bei Experten durch. Jetzt schießt die Regierung Geld nach – und verschiebt das Thema ansonsten bis nach der Wahl.
Die Fridays-for-Future-Aktivisten machen wieder mobil – zum achten globalen Klimastreik an diesem Freitag. Und sie haben Grund dazu: Trotz Paris-Vertrag werden die globalen Emissionen bis 2030 weiter ansteigen, wenn die Regierungen ihre Pläne nicht nachbessern.
Wenige Wochen vor dem Klima-Gipfel in Glasgow zeigt eine Analyse des „Climate Action Tracker“: Die Welt ist noch lange nicht auf Kurs zum 1,5-Grad-Ziel. Vor allem in diesem Jahrzehnt müssten die CO2-Emissionen viel stärker sinken als geplant.
Die CDU bekennt sich in einem Papier deutlicher als zuvor zum Ausbau erneuerbarer Energien und listet Schritte auf, die einen „Turbo“ zünden sollen. Doch wie glaubwürdig ist das von der Partei und dem Kanzlerkandidaten?
Deutschland verzeichnet laut Prognose des Thinktanks Agora Energiewende in diesem Jahr den größten CO2-Anstieg seit 1990. Der Effekt des Corona-Lockdowns wäre damit wieder aufgefressen.
(Aktualisiert am 1.September) Das deutsche Klimaschutzgesetz soll sicherstellen, dass die einzelnen Ressorts ihre Emissionsgrenzen einhalten. Jetzt muss ein Koalitionskonflikt um den Gebäudesektor zeigen, ob es funktioniert. Schon bald könnten die Ziele sehr viel deutlicher verpasst werden.
Die Grünen haben ein „Klimaschutz-Sofortprogramm“ vorgestellt, das sie im Falle einer Regierungsbeteiligung umsetzen wollen. Dazu gehört auch ein neues Ministerium mit Vetorecht.