Wie grün wird der ukrainische Wiederaufbau?
Bei den Gesprächen zur Reparatur der Kriegsschäden in der Ukraine geht es auch um Klimaschutz. Erneuerbaren-Verbände fordern, Wind- und Solarenergie ins Zentrum zu stellen.
Bei den Gesprächen zur Reparatur der Kriegsschäden in der Ukraine geht es auch um Klimaschutz. Erneuerbaren-Verbände fordern, Wind- und Solarenergie ins Zentrum zu stellen.
Mit verbindlichen Flächenzielen und einheitlichen Vorgaben beim Naturschutz will die Bundesregierung den Ausbau der Windenergie an Land wieder beschleunigen. Sowohl Umweltschützer als auch die Erneuerbaren-Branche üben Kritik an den heute vom Kabinett beschlossenen Vorhaben.
Vertreter der Windbranche wie auch des Naturschutzes begrüßen das Tempo, mit dem sich die neue Bundesregierung den offenen Fragen der Energiewende widmet. Das von Umwelt- und Wirtschaftsministerium Anfang April vorgelegte Eckpunktepapier, mit dem vor allem Konflikte zwischen Windenergie und Artenschutz gelöst werden sollen, enthält jedoch viele offene Fragen – finden der Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger, WPD-Vorstand Hartmut Brösamle und WPD-Artenschutzexpertin Henrike Schröter.
Die Ampel-Koalition hat mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien versprochen. Ein Paket mit Gesetzesentwürfen ging nun durchs Kabinett, doch die FDP tritt bereits auf die Bremse. In einem wichtigen Detail zur Windenergie gab es aber einen Durchbruch.
Der Weltklimarat sieht noch eine Chance, das 1,5-Grad-Limit bei der globalen Erderhitzung zu halten. Die globalen Treibhausgas-Emissionen müssten dafür bis 2030 fast halbiert werden.
Um den Ausbau der Windenergie an Land zu beschleunigen, planen Wirtschafts- und Umweltministerium einheitliche Vorgaben beim Naturschutz. Branchenverbänden gehen die Maßnahmen noch nicht weit genug, Umweltschützer verweisen auf andere Baustellen.
In Berlin haben Gäste aus aller Welt über die Energiewende diskutiert, bestimmendes Thema war der Krieg in der Ukraine. Einer Studie zufolge unternehmen die Regierungen noch deutlich zu wenig für den Systemumbau – und damit für die Energiesicherheit.
Die deutschen Treibhausgas-Emissionen sind 2021 nach der zwischenzeitlichen Pandemie-Delle deutlich gestiegen. Die neue Regierung will sie nun zügig und dauerhaft senken. Besonders in zwei Sektoren gibt es Nachholbedarf.