Die Errichtung von Windenergieanlagen wird teils intensiv diskutiert, wobei die meisten Argumente gegen sie hinlänglich bekannt und widerlegt sind. Man hört oft, dass sich auch die Gegner für die windenergetische Nutzung aussprechen, nur gerade nicht in ihrem persönlichen Umfeld. Noch emotionaler wird es, wenn der Wald ins Spiel kommt. Diesem fühlen sich bekanntlich viele Menschen stärker verbunden als der offenen Landschaft. Doch um die Klimaziele zu erreichen und den Klimawandel effektiv zu bekämpfen, ist auch die Nutzung von Waldflächen für Windenergieanlagen unerlässlich.
In Wäldern unterstützen Windenergieanlagen die Bekämpfung des Klimawandels auf effektive Weise. Eine einzelne Anlage kann Tausende Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr substituieren, während ein Hektar Wald jährlich acht bis zwölf Tonnen CO2 bindet. Des Weiteren können bestehende Schadholzflächen durch die Anlagen sinnvoll genutzt werden. Waldbesitzer können mit den Einnahmen Schadflächen aufforsten und/oder den notwendigen Waldumbau finanzieren.
Dauerhafter Flächenverbrauch fällt eher gering aus
Das Zusammenspiel von Windenergieanlagen und Waldökosystemen kann auch für die Artenvielfalt vorteilhaft sein. Waldinnenränder, die durch die Erschließung entstehen, dienen der Artenvielfalt und dem Brandschutz. Vogel- und Fledermausschutz werden durch den Einsatz von Detektoren und festgelegte Abschaltungen gewährleistet.
Es ist wichtig anzuerkennen, dass die Errichtung von Windenergieanlagen in Wäldern durchaus Eingriffe in die Natur bedeutet. Dennoch sind diese streng reglementierten Eingriffe angesichts der Notwendigkeit, den Klimawandel zu verlangsamen, und der relativ kurzen Betriebsdauer von etwa 20 bis 30 Jahren vertretbar. Am Ende ihrer Lebensdauer werden die Anlagen sicher zurückgebaut. Ferner wird der Eingriff eins zu eins durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert.
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