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Netzbetreiber

Tennet: Zahl der Eingriffe nimmt zu

Foto: Tennet

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Komplexe Steuerung: Über Kontrollzentren wie diese Schaltwarte in Lehrte überwacht Tennet den Netzbetrieb.

Bernward Janzing, 14.02.13
Immer öfter müssen die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in den Betrieb der Kraftwerke eingreifen. Der ÜNB Tennet sagte, er habe sich im Jahr 2012 fast 1000 Mal einschalten müssen, um kritische Situationen im Netz abzufangen.

Im Jahr 2010, also vor der Fukushima-Atomwende, seien lediglich 290 Eingriffe nötig gewesen. Zwar habe man auch 2011 schon ähnlich häufig in die Fahrpläne der konventionellen Kraftwerke eingreifen müssen wie 2012, aber im vergangenen Jahr seien die Aktionen aufwendiger und teurer gewesen, sagte der Deutschland-Chef des Unternehmens, Martin Fuchs, gegenüber dem Handelsblatt. Allein für 2012 beziffert Fuchs die Kosten auf 150 Millionen Euro. Hinzu kommen die Kosten bei den anderen drei ÜNB. Ursache seien die schwankenden Wind-

und Solarstrommengen. Ein Eingriff durch den ÜNB erfolgt entweder auf dem Weg des so genannten Redispatch oder des Countertradings. Beim Redispatch beauftragt der ÜNB einen oder mehrere Erzeuger, ihre Kraftwerke zu drosseln, während an anderer Stelle Kraftwerke hochgefahren werden, um das Gleichgewicht im Netz zu halten. Beim Countertrading agieren die ÜNB an kurzfristigen Märkten, um in den Gebotszonen Strom zu kaufen oder zu verkaufen und auf diesem Wege Engpässe im Netz zu beseitigen.

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