Bundesländervergleich

Solarenergie-Ausbau im Rückstand

Nicole Allé – energiezukunft.eu, 25.02.16
Der Ausbau der Photovoltaik blieb laut Bundesnetzagentur im letzten Jahr deutlich hinter dem jährlichen Ausbauziel der Bundesregierung zurück. In den Bundesländern brach der Zubau um bis zu 75 Prozent ein.

Während im Jahr 2014 mit 1,9 Gigawatt (GW) neuer Solarstromleistung immerhin noch drei Viertel des im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angestrebten Zubauziels von 2,5 GW erreicht wurden, waren es 2015 mit weniger als 1,5 GW nur noch knapp 60 Prozent. Das geht aus Informationen der Bundesnetzagentur hervor, die damit im dritten Jahr in Folge einen Rückgang der Zubauzahlen konstatiert. Ende 2015 waren demnach bundesweit Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 39,7 GW installiert.

Im Bundesländervergleich, der im Portal „Föderal Erneuerbar“ der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) aufgeschlüsselt ist, fiel das Saarland 2015 mit 75 Prozent weniger PV-Installationen am stärksten zurück, gefolgt von Baden-Württemberg und Hessen (jeweils 36 Prozent) sowie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (jeweils 32 Prozent). In den östlichen Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es dagegen einen leichten Zuwachs. In absoluten Zahlen liegt Bayern beim Zubau an der Spitze.

Der zunehmende Rückgang des Ausbaus geht auf politische Entscheidungen zurück: Erst die schrittweise Absenkung der festen Einspeisevergütung, dann die Novellierung des EEG im Jahr 2014, bei der unter anderem der Eigenverbrauch von Solarstrom mit Abgaben belegt und für PV-Freiflächenanlagen das System auf Ausschreibungen umgestellt wurde.

Nicole Allé – energiezukunft.eu

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