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Hersteller-Ranking

Vestas zurück an der Spitze

Foto: Jens Büttner/Zentralbild/dpa

Foto: Jens Büttner/Zentralbild/dpa

Zwei Vestas-Windkraftanlagen drehen sich im Windpark Parchim in Mecklenburg-Vorpommern.

Tim Altegör, 24.02.17
2015 eroberte mit Goldwind erstmals ein chinesisches Unternehmen den ersten Platz im weltweiten Ranking der Windkraftanlagen-Bauer. Doch 2016 schwächelte sein Heimatmarkt. Vier Unternehmen könnten künftig dominieren.

Der dänische Anlagenbauer Vestas hat die Spitzenposition im globalen Ranking der Windkraftanlagen-Hersteller zurückerobert. Laut den britischen Analysten von Bloomberg New Energy Finance stammen 16 Prozent der 2016 an Land installierten Windkraft-Leistung von Vestas. Mit etwa 8,7 Gigawatt (GW) liegt der Marktführer deutlich vor dem US-amerikanischen Unternehmen GE und Goldwind aus China mit 6,5 beziehungsweise 6,4 GW.

Im Vorjahr musste Vestas den ersten Platz in der jährlich erstellten Rangliste noch überraschend Goldwind überlassen. Der schwächelnde Heimatmarkt, auf dem die Chinesen praktisch alle ihre Anlagen verkaufen, sorgte jedoch für ein Minus von 1,4 GW. Derweil legte Vestas im gleichen Umfang zu. In den Top Ten sind trotzdem noch drei weitere chinesische Firmen vertreten, wobei den vierten bis sechsten Rang die Europäer Gamesa (Spanien, 3,7 GW), Enercon (Deutschland, 3,5 GW) und Nordex (Deutschland, 2,7 GW) belegen.

Laut Bloomberg wurde jede zweite Enercon-Anlage in Deutschland errichtet, fast jede Dritte von Gamesa dagegen in Indien. Im Lauf des Jahres erwartet David Hostert, Leiter der Windkraft-Abteilung beim Marktanalysten, dass sich vier Unternehmen von der Konkurrenz absetzen. Durch die anstehende Fusion zwischen Siemens Wind und Gamesa werde eine Gruppe der „Großen Vier“ entstehen. Zusammen kommen beide auf 5,8 GW. Vielfältig ist der Anlagen-Markt aber trotzdem, zumindest beim Blick auf 2016: Die vier großen Player hatten gemeinsam nur einen Marktanteil von 51,8 Prozent.

 

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