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Areva Wind

Chefwechsel bei Offshore-Schmiede

Anne-Katrin Wehrmann, 27.09.13
Jean Huby, seit gut zwei Jahren Chief Executive Officer (CEO) von Areva Wind, hat das Unternehmen überraschend verlassen. Über die Gründe machte der Produzent von Offshore-Windturbinen am Freitag keine Angaben.

Areva Wind bestätigte lediglich, dass der 36-Jährige Franzose seinen Posten geräumt habe. Zu seinem Nachfolger wurde Arnaud Bellanger vom französischen Mutterkonzern Areva bestimmt.

Ob der Wechsel mit der derzeit angespannten Situation in der Offshore-Windindustrie zu tun hat, blieb damit zunächst unklar. Nach Unternehmensangaben stellt sich die Lage in den Produktionsstätten in Bremerhaven (Turbinen) und Stade (Rotorblätter) derzeit trotz der aktuellen Zurückhaltung des Marktes zufriedenstellend dar. Es würden nach wie vor neue Mitarbeiter eingestellt, heißt es.

Erst vor wenigen Tagen hatte Areva Wind mitgeteilt, die ersten von insgesamt 120 Anlagen der Fünf-Megawatt-Klasse in den Nordsee-Windparks „Global Tech 1“ und „Trianel Windpark Borkum“ installiert zu haben.

Für die Branche kommt der Abgang des als sehr beliebt geltenden Franzosen unerwartet. Huby hatte sich in den vergangenen Jahren als anerkannter Offshore-Experte einen Namen gemacht und auch zu politischen Fragen regelmäßig Stellung bezogen.

Anfang 2012 war er in den Vorstand der Windenergie-Agentur WAB gewählt worden. Für Areva hatte er seit September 2008 in verantwortlicher Position gearbeitet: zunächst als Senior Vice President of Strategy und dann als Stellvertreter des CEO von Areva Renewables. Im Mai 2011 wurde er schließlich zum Chef von Areva Wind ernannt. Erst vor Kurzem war der 36-Jährige mit seiner Familie von Hamburg nach Bremen gezogen, wo das Unternehmen seit vorigem Jahr seine Europazentrale betreibt.

 

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