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Erneuerbaren-Ausbau

Offshore-Wind nach Plan

Foto: Jens Büttner/Zentralbild/dpa

Foto: Jens Büttner/Zentralbild/dpa

Offshore-Windpark "Baltic 2" in der Ostsee vor der Insel Rügen.

Margit Hildebrandt, 17.07.19
Der Zubau der Windenergie auf See bleibt den heute veröffentlichten jährlichen Zahlen der Deutschen Windguard nach stabil. Branchenvertreter fordern jedoch, dass die Ausbauziele angehoben werden.

Bis Ende Juni 2019 wurden auf See 42 Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamtleistung von 252 Megawatt (MW) zugebaut. Das geht aus der aktuellen Analyse „Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland“ des Beratungsunternehmens Deutsche Windguard im Auftrag der deutschen Windbranchenverbände hervor. Demnach verlaufe der Leistungszubau auf dem Meer planmäßig. Im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2018 verzeichne Offshore-Wind eine Steigerung von etwa 30 Prozent, heißt es in dem Papier. Hiernach drehten sich insgesamt aktuell 1351 Windräder mit 6658 MW in Nord- und Ostsee.

„Die Offshore-Branche liefert erwartungsgemäß und hat sich in den letzten Jahren – wie von uns angekündigt – immer mehr in Richtung eines Fundaments der Energiewende entwickelt. Strom aus Offshore-Windenergie ist sehr zuverlässig und wettbewerbsfähig“, kommentierten der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore, der Maschinenbauverband VDMA Power Systems, die Stiftung Offshore-Windenergie und das Windfirmen-Netzwerk WAB die Halbjahreszahlen in einem gemeinsamen Statement.

Gleichzeitig forderten die Branchenvertreter verbesserte politische Rahmenbedingungen wie etwa eine Anhebung der Ausbauziele und eine Sonderausschreibung noch in diesem Jahr. Konkret soll der derzeit bis 2020 auf 7,7 Gigawatt (GW) gedeckelte Ausbaus der Offshore-Windenergie auf 20 GW bis zum Jahr 2030 und auf mindestens 30 GW bis 2035 erhöht werden. Kapazitäten für den Netzanschluss gäbe es ausreichend. Laut einer Studie der Unternehmensberater WP&More sowie der Anwaltskanzlei GGSC müsste der Erneuerbaren-Ausbau auch nicht aufgrund der Verzögerungen beim Netzausbau gedrosselt werden.

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