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EEG-NOVELLE 2020

Studien zum EEG im Überblick

Foto: Daniel Reinhardt/picturealliance

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Margit Hildebrandt, 08.06.20
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll bis Ende des Jahres novelliert werden. Forschungsinstitute, Thinktanks und Verbände haben dazu im Vorfeld bereits zahlreiche Analysen erarbeitet. Ein Dossier mit den wichtigsten Strategien und Konzepten zu verschiedenen Aspekten der Gesetzesreform.

Noch vor der Sommerpause sollte das Bundeswirtschaftsministerium einen Entwurf der Mini-Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erarbeiten. Mitte Mai hat der Bundesrat dem zuvor vom Bundestag beschlossenen „Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2017 und weiterer energierechtlicher Bestimmungen“ zugestimmt.

neue energie hat einschlägige Studien und Untersuchungen zusammengestellt, die sich damit befassen, wie die Reform des EEG gestaltet sein müsste, um die Energiewende dabei volkswirtschaftlich sinnvoll umzusetzen, die Akzeptanz in der Bevölkerung für den weiteren Erneuerbaren-Ausbau zu erhöhen und so Deutschlands selbstgesteckte Klimaschutzziele zu erreichen – und das unter Pandemiebedingungen.

Ausschreibungen

-  Kolumne der Energieexperten Katherina Grashof und Volker Berkhout darüber, wie sich die Umstellung auf Ausschreibungen auf Kosten und Ausbau der Windenergie ausgewirkt hat (2020):   

   „Wind-Ausschreibungen ohne Preisvorteil oder Wettbewerb – wie weiter?“

-  Umfrage vom IZES und der Leuphana Universität im Auftrag des Umweltbundesamts bei bezuschlagten Gesellschaften und Branchenvertretern zu den Ausschreibungen 2017 (2019):

   „Detailauswertung der ersten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land – Implikationen für die Entwicklung des Monitorings von Akteursvielfalt“

-  Das Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsystem IZES mit Betrachtungen zur Kostenentwicklung bei Vergütungen und Akteursstruktur (2018):

   „Ausschreibungen für Windenergie an Land: Erfahrungen in acht Ländern“

-  Blog-Beitrag des stellvertretenden Agora-Direktors Frank Peter zu den Gründen, warum Ausschreibungen die Windenergie hemmen (2018):

   „Warum war Windkraft bei den letzten Ausschreibungen nicht mehr erfolgreich?

Artenschutz

-  Hintergrundpapier der Stiftung Umweltenergierecht (2020):

   „Gesetzgeberische Handlungsmöglichkeiten zur Weiterentwicklung der artenschutzrechtlichen Ausnahmeregelung“

-  Europäische Vergleichsstudie der Fachagentur Windenergie an Land (2019):

   „Erneuerbare-Energien-Projekte und Artenschutz. Eine vergleichende Studie über die Anwendung des EU-Artenschutzrechtes in ausgewählten Mitgliedsstaaten“

-  Abschlussbericht eines Kooperationsprojekts der drei Gutachterbüros BioConsult SH, ARSU, IFAÖ und der Universität Bielefeld zum Konfliktfeld zwischen Ausbau der Windenergienutzung und Naturschutz, gefördert von BMU und BMWi (2016):

   „Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen (PROGRESS)“

-  Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie im Auftrag des Nabu zu naturverträglicher Treibausgasneutralität (2018):

   „Strategien für eine naturverträgliche Energiewende. Analyse von Strategien zur Umsetzung von ambitioniertem Klimaschutz unter Gewährleistung eines hohen Naturschutzniveaus“

-  Das Bundesamt für Naturschutz mit Kernaussagen und Empfehlungen zu den Aspekten Fläche und Landschaft beim Ausbau erneuerbarer Energien (2019):

   „Erneuerbare Energien Report. Die Energiewende naturverträglich gestalten“

-  Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft über die Vereinbarkeit von Freiflächenphotovoltaik und Artenvielfalt (2019):

   „Solarparks - Gewinne für die Biodiversität“

-  Hintergrundpapier des Bundesverbands WindEnergie zu Rechtsgrundlagen beim Artenschutz, aktuellen Entwicklungen, Ländervergleichen und Forschungsergebnissen (2019):

   „Windenergie im Zeichen des Naturschutzes“

 Akzeptanz

-  Agora Energiewende (2018) mit Vorschlägen zur Standortakzeptanz der Onshore-Windenergie:

   „Wie weiter mit dem Ausbau der Windenergie?“

-  Forschungsbericht des IKEM Instituts für Klimaschutz, Energie und Mobilität zur Bewertung verschiedener Beteiligungs-Instrumente, um die Akzeptanz für den Windenergieausbau an Land zu erhöhen (2020):

   „Finanzielle Beteiligung von betroffenen Kommunen bei Planung, Bau und Betrieb von erneuerbaren Energieanlagen“

-  Hintergrundpapier des Umweltbundesamts darüber, wie Technik helfen kann, dass Menschen und Tiere weniger bis gar nicht von Windrädern gestört oder gefährdet sind (2019):

   „Technische Maßnahmen zur Minderung akzeptanzhemmender Faktoren der Windenergienutzung an Land“

-  Broschüre des Bundesamts für Naturschutz mit Handlungsempfehlungen, Argumenten und regionalen Anschauungsbeispielen zur Steigerung der Akzeptanz für den Ausbau erneuerbarer Energien (2019):

   „Naturverträgliche Energiewende – Akzeptanz und Erfahrungen vor Ort“

-  Die Agentur für Erneuerbare Energien zeigt in der sozialwissenschaftlichen Analyse, dass die Zustimmung zu Windenergie hoch ist, sofern die individuellen Gegebenheiten vor Ort in den Kommunen berücksichtigt werden (2020):

   „Akzeptanz in der Fläche, Protest im Lokalen? Studie zur Windenergie an Land“

Abstandsregeln, Flächenbedarf

-  Studie des Umweltbundesamts zu Abstandsregeln. Sie zeigt, dass pauschale Abstände von 1000 Metern die vorhandenen Flächen fast halbieren könnten und weiterer Windenergie-Ausbau so kaum noch möglich wäre (2019):

   „Auswirkungen von Mindestabständen zwischen Windenergieanlagen und Siedlungen. Auswertung im Rahmen der UBA-Studie „Flächenanalyse Windenergie an Land“

-  Studie des Umweltbundesamts zur Flächenverfügbarkeit. Aus ihr geht hervor, dass in den kommunalen und regionalen Bestands- und Entwurfsplänen etwas mehr Flächen für Windräder als Ausschreibungsmengen nach dem EEG bis 2030 vorgesehen sind (2019):

   „Analyse der kurz- und mittelfristigen Verfügbarkeit von Flächen für die Windenergienutzung an Land“

EEG-Umlage, Netzentgelte

-   Die Bundesnetzagentur mit einem Papier in der Konsultationsfassung zur Erfassung von Strommengen für die EEG-Umlage (2019):

    „Hinweis zum Messen und Schätzen bei EEG-Umlagepflichten“

-   Agora Verkehrswende zur nötigen Stärkung der Verteilnetze für die Elektromobilität, um mehr Strom aus erneuerbaren Energien dezentral einzuspeisen (2019):

    „Verteilnetzausbau für die Energiewende

-   Das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität zum einen über Marktmechanismen oder wie dahingehende regulatorische wirtschaftliche Anreize identifiziert und eingeordnet werden können sowie zum anderen über Weiterentwicklungsoptionen der rechtlichen Rahmenbedingungen, mit dem Ziel, die Flexibilität des Energiesystems zu forcieren und die Hemmnisse der Sektorenkopplung abzubauen (2020):

    „SINTEG-WINDNODE. Bestandsaufnahme der rechtlichen Hemmnisse und Anreize für die umfassende Flexibilisierung des Energiesystems"

    „SINTEG-WINDNODE. Denkbare Weiterentwicklungsoptionen für die umfassende Flexibilisierung des Energiesystems und die Sektorenkopplung“

-   Kurzanalyse von Agora Energiewende zum Krisenjahr 2020, dem Einfluss des Brennstoffemissionshandelsgesetzes und einer Reform der EEG-Umlage:

    „Zwischen Rekordhoch und Abschaffung: Die EEG-Umlage 2021 in Zeiten der Corona-Krise“

-   Agora Energiewende über eine Reform der Netzentgelte, die bald der größte Posten auf der Stromrechnung sein werden:

    „Netzentgelte 2019: Zeit für Reformen“,

    über die Erfahrungen anderer Länder bei der Einspeisung Erneuerbarer in die Stromnetze (2018):

    „A Word on Grids. How Electricity Grids Can Help Integrate Variable Renewable Energy“,

    und darüber, wie die staatlich regulierten Energiepreisbestandteile die Kosten des Energiesystems erhöhen und so die Energiewende behindern (2017):

    „Neue Preismodelle für die Energiewirtschaft. Reform der Struktur von Netzentgelten und staatlich veranlasster Preisbestandteile“

Marktmodell

-   Agora Energiewende mit Vorschlägen und kurzfristig umsetzbaren Optionen für eine CO2-Bepreisung von Energieerzeugung und -verbrauch (2018):

    „Eine Neuordnung der Abgaben und Umlagen auf Strom, Wärme, Verkehr“

-   Übersicht von Energy Brainpool und Öko-Institut im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zur Direktvermarktung. Die vermarktete Leistung im Marktprämienmodell steigt, auch bei Fest- und Ausfallvergütung und der sonstigen Direktvermarktung, langfristiger Trend setzt sich fort (2020):

    „Monitoring der Direktvermarktung: Jahresbericht 2019 & Ausblick in 2020“

-   Positionspapier des Bundesverbands WindEnergie (2019):

    „Wind-to-Gas: Maßnahmen für den Marktanlauf“

-   Öko-Institut zu Flexibilität für Netzbetreiber, Marktplattformmodellen und alternativen Ansätzen (2020):

    „Flexibilität für das Netz. Vergleich und Bewertung von Koordinationsmechanismen für den netzdienlichen Einsatz von Flexibilität“

-   Rechtswissenschaftliche Studie des IKEM im Auftrag des Bundesverbands WindEnergie zu Vermarktungsoptionen von erneuerbarem Strom nach Europarecht (2018):

    „Direkte Vermarktung von Windstrom und anderem erneuerbaren Strom im B2B-Bereich“

-   Energy Brainpool mit einer Kurzstudie zur Direktvermarktung im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie (2013):

    „Auswirkungen der verpflichtenden Direktvermarktung für EEG-Neuanlagen“

-   Bundesverband Erneuerbare Energie zum seit 2017 weiter entwickelten Modell für einen CO2-Preis (2019):

    „Konzeptpapier zur CO2-Bepreisung

-   Außerdem geben die interaktiven Grafiken der Energy Charts des Fraunhofer Ise einen guten Überblick über die aktuelle Stromproduktion und Börsenstrompreise in Deutschland.

Energiewende

-   Der Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft mit einem Positionspapier zur EEG-Novelle (2020):

    „Handlungsempfehlungen zur EEG-Novelle 2020“

-   Greenpeace-Zusammenfassung neuer Studien des Wuppertal Instituts und von Energy Brainpool über den Bedarf an Strom und Wasserstoff (Windgas) für ein klimaneutrales Deutschland (2019):

    „Erneuerbar in allen Sektoren“

-   Agora Energiewende und Verkehrswende mit Vorschlägen für ein Investitionsprogramm, um die Wirtschaft nach der Corona-Krise klimafreundlich anzukurbeln (2020):

    „Der Doppelte Booster“,

    darüber, dass der Zubau von Windkraft­anlagen an Land in den letzten beiden Jahren kollabiert ist, eine Ökostromlücke droht und wie sich das auf die Strompreise und die CO2-Emissionen auswirkt (2020):

    „Die Ökostromlücke, ihre Effekte und wie sie gestopft werden kann“,

    mit einer Abschätzung des Rückgangs der Emissionen in diesem Jahr aufgrund der Pandemie (2020):

    „Auswirkungen der Corona-Krise auf die Klimabilanz Deutschlands“,

    mit einem Rückblick sowie Ausblick auf wesentliche Entwicklungen 2020 bei der Energiewende:

    „Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2019“,

    und darüber, wie ein CO2-Preis von nicht unter 50 Euro je Tonne CO2 sozial ausgewogen umgesetzt werden kann (2017):

    „Klimaschutz auf Kurs bringen“

-   In der Fraunhofer-Ise-Studie wird die deutsche Energiewende im „Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen“ untersucht und dafür der Verlauf, die technische Machbarkeit und die Kosten der Energiewende bei verschiedenen Einstellungen und daraus resultierendem Verhalten der Bürger betrachtet (2020):

    „Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“

-   Energy-Brainpool-Studie für Greenpeace über Elektrolysegase erneuerbaren Ursprungs (2018):

    „Auf dem Weg in die Wettbewerbsfähigkeit“

-   Das Fraunhofer Cluster of Excellence „Integrierte Energiesysteme“ Cines beschreibt die Rolle der erneuerbaren Energien, wie Stromflauten überbrückt werden können und warum Digitalisierung und europäische Zusammenarbeit dafür wichtig sind (2020):

    „13 Thesen, wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann

-   Analyse des Umweltbundesamts zu bisherigen und zukünftig möglichen Entwicklungen des Ökostrom-Markts sowie der Wirkung von EEG und freiwilligem Ökostrommarkt (2019):

    „Marktanalyse Ökostrom II. Marktanalyse Ökostrom und HKN, Weiterentwicklung des Herkunftsnachweissystems und der Stromkennzeichnung“

-   Die Untersuchung des Umweltbundesamts zeigt, dass Klimaschutz zu Innovationen und Anstieg von Löhnen und Bruttoinlandsprodukt führt (2019):

    „Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz: Gesamtwirtschaftliche Effekte einer investitionsorientierten Klimaschutzpolitik“

-   Papier des Umweltbundesamts zu möglichen Ansätzen eines CO2-Preises (2019):

    „CO2-Bepreisung in Deutschland. Ein Überblick über die Handlungsoptionen und ihre Vor- und Nachteile“

-   Broschüre der Kopernikus-Projekte zu Entwicklungspfaden für ein klimafreundlicheres Energiesystem (2019):

    „Transformation des Energiesystems bis zum Jahr 2030“

-   Öko-Institut: „Entwurf eines Gesetzes zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung und zur Änderung weiterer Gesetze (Kohleausstiegsgesetz). Stellungnahme zur Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie des 19. Deutschen Bundestages am 25. Mai 2020“

Technologien: PV, Wind, Wasserstoff

-   Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zum Solarausbau (2020):

    „Deckelstudie: Ausbaubremse Photovoltaik-Zubaudeckel“ und „Hemmnisse und Hürden für die Photovoltaik“

-   Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Ise) veröffentlicht regelmäßig einen Überblick über  Stand des PV-Ausbaus, die damit verbundenen Kosten, den Flächenbedarf den aktuellen Beitrag der Solarenergie zur Stromversorgung (2020):

    „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“

-   Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) hat den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff im Energiesektor, mit Fokus auf die Gebäudewärmeversorgung untersucht (2020):

    Wasserstoff im zukünftigen Energiesystem: Fokus Gebäudewärme“

-   Das Umweltbundesamt analysiert Umwelteffekte heute und im Jahr 2050 sowie die Kosten für Errichtung und Betrieb von Erneuerbaren-Anlagen (2020):

    „Systemvergleich speicherbarer Energieträger aus erneuerbaren Energien“

-   Hintergrundpapier im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zur amtlichen Abschätzung der Erneuerbaren-Entwicklung im jeweiligen Vorjahr (2020):

    „Erneuerbare Energien in Deutschland 2019. Daten zur Entwicklung im Jahr 2019“

-   Kurzgutachten des Umweltbundesamts zum Weiterbetrieb von PV-Anlagen, die die Förderungshöchstdauer von 20 Jahren erreicht haben und sich dann nicht mehr rentieren (2020):

    „Analyse der Stromeinspeisung ausgeförderter Photovoltaikanlagen und Optionen einer rechtlichen Ausgestaltung des Weiterbetriebs“

-   Politikbericht von Wuppertal Institut, Fraunhofer und IZES über Entwicklungsstand, Bewertungskriterien und zentrale Empfehlungen zu Forschung & Entwicklung der Energie-Technologien (2018).

    „Technologien für die Energiewende“

-   Agora Energiewende und Verkehrswende zum Potenzial der Offshore-Windenergie (2020):

    „Making the Most of Offshore Wind. Re-Evaluating the Potential of Offshore Wind in the German North Sea“

-   Der Kurzbericht des Umweltbundesamts zeigt, dass die beschlossenen Maßnahmen nicht ausreichen, um das deutsche Klima-Ziel von mindestens 55 Prozent CO2-Minderung bis 2030 zu erreichen (2020):

    „Treibhausgasminderungswirkung des Klimaschutzprogramms 2030“

-   Prognos-Dokumentation im Auftrag des BMWi zu einem Referenzszenario und einem Szenario mit Klimaschutzprogramm 2030 (2020):

    „Energiewirtschaftliche Projektionen und Folgeabschätzungen 2030/2050“

 

Kommentare (1)

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  • 11.06.20 - 09:15, Lars Klinkmüller

    Die Aufzählung der Studien zur Energiewende hat eine Schieflage, wie sonst wäre zu erklären, dass die zweitwichtigste erneuerbare Energie im Titel dieser Studien überhaupt nicht erwähnt wird: die Bioenergie. Die Bioenergie ist weltweit die mit Abstand wichtigste erneuerbare Energie (70 % Anteil), allerdings bezogen auf alle Energieanwendungen, nicht nur im Bereich Strom.
    Nach der "All electric world" wird uns nun gerade eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Diesmal heißt die "Wunderenergie" Wasserstoff. Ja, die Elektromobilität spielt heute bereits eine dominante Rolle: im Schienengebundenen Verkehr (Tram, U- und S-Bahn, Eisenbahn). Und Ja, Wasserstoff kann (!) in der Zukunft eine Rolle spielen. Aber macht es wirklich Sinn, ein funktionierendes System (das Gasnetz für methanreiche Gase) zu zerstören, um Wasserstoff zu implementieren mit völlig unbekanntem Ausgang? Und das strebt die Bundesregierung an, obwohl uns nur wenige Jahre bleiben, um den Klimawandel wirksam einzudämmen?

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