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Leserbrief

Die besten Lösungen fehlen

Foto: Silke Reents

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Ralf Krug, 10.05.16
Zum Beitrag "Power to X" in neue energie 2/2016. Die genannten Lösungen „Power to Heat“ und „Power to Gas“ sind nur die dritt- und viertbeste Lösung für Stromüberschüsse...

Die genannten Lösungen „Power to Heat“ und „Power to Gas“ sind nur die dritt- und viertbeste Lösung für Stromüberschüsse. Deren Energiebilanz ist sehr bescheiden: bei Power to Heat wird aus einer Kilowattstunde (kWh) Strom eine kWh Wärme, bei Power to Gas aus einer kWh Strom 0,5 kWh Gas und nach Rückverstromung 0,25 kWh Strom (Wirkungsgrad der „Speicherung“ also 25 Prozent). Viel besser ist „Power to Heatpump“, also Wärmepumpe, wodurch aus einer kWh Strom rund 3,5 kWh Wärme gemacht werden – im Vergleich zu Power to Gas ist das um den Faktor sieben effektiver! Nötig sind dazu Steuerungen, die bei überschüssigem Strom Pufferspeicher aufheizen und schwere Bauteile (Estrich, Decken) aktivieren. Ganz vorne sollte das Lastmanagement stehen: Millionen Kühleinrichtungen zum Beispiel könnten so gesteuert werden, dass sie vorrangig bei großem Stromangebot laufen.

Ralf Krug

Kommentare (3)

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  • 25.06.16 - 17:02, Gernot Kloss

    Noch besser sind allerdings PUMPSPEICHER MIT SCHWIMMENDEM SPEICHERTEIL. Diese Speicher können überall eingesetzt werden. Sie sind höchst effizient, extrem leistungsfähig und emissionsfrei. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist weit besser als das von allen bekannten Speicherarten. Diese Energie-Speicher werden zur Zeit von der Politik noch ignoriert und nicht gefördert, da sie die Energiewende zu stark vorantreiben würden.

    Dabei bieten uns diese neuartigen Pumpspeicher riesige Chancen, weil sie neben den bereits aufgezählten Vorzügen einen besonderen Vorteil haben. Durch das intelligente Nutzen der Schwer- und Auftriebskraft können sie bei ihrer Leerung mehr Energie abgeben, als sie für ihre Füllung benötigen. Das heißt, diese Speicher sind nicht nur besonders effizient, sondern erbringen auch noch Energie-Überschüsse. Dies ist weltweit einmalig.

  • 02.07.16 - 17:11, Thomas

    Wärmepumpen erreichen aber bei Aufheizung von Pufferspeichern definitiv keinen COP von 3,5!
    Oder nur bei riesigen Speichern und entsprechend geringem Temperaturhub.

    Es gibt derzeit wesentlich bessere Überschussvernichter: z. B. Kühlhäuser, Lastverschiebung in Industrie sowie privaten Haushalten (Ziel: Erneuerbare Energien verbrauchen wenn diese erzeugt werden sowie Stromverbrauch reduzieren wenn wenig EE zur Verfügung stehen.)

  • 26.08.16 - 17:20, Heyner

    Hallo und guten Tag! Das alles kann man so unterschreiben es sit gut und sicherlich finden Wärmepumpen auch immer ihren Einsatz! Es löst allerdings unser Energieproblem nicht!
    Wir müssen nun endlich von der Regierung wissen, wohin denn die Reise geht, was wird der Energiemix der Zukunft sein? Da steh sicherlich Wasserstoff, vor allem solarer Wasserstoff, kurz eine Wasserstoffwirtschaft, unbezweifelbar an erster Stelle - was denn sonst.

    Schon wegen der wichtigen weitestgehenden Energie-Importabhängigkeit müssen wir selbst eine Basis schaffen - und das geht nur mit solarer Energie, mit Wasserstoff. Desweiteren schon das kolossal die Umwelt und schaft erneut den bereits verlorenen Technologie-Vorsprung zurück. Wir haben dadurch Arbeit - und zwar solche, die wir beherrschen! Wir können Entwickelung, Forschung, Bildung vorantreiben wir haben alles dazu! Wir können exportieren und das notwendige Einkomen für Staat und Gesellschaft generieren!

    Sollte uns nur die zögerliche Politik davon abhalten? Es stehen Wahlen an, nutzens Sie Ihre Wählermacht und "verpflichten" Sie Ihre Volksvertreter, denn sie sind für uns da!.Es liegt zunächst an uns!

    Dat seggt de Krischan ut Kolenbarg

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